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Markranstädt Kinder legen symbolisch Grundstein für neue Kita „Am Stadtbad“
Region Markranstädt Kinder legen symbolisch Grundstein für neue Kita „Am Stadtbad“
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07:00 24.03.2017
Die Kinderzeichnung kommt in die „Zeitkapsel“ für den Grundstein der Kita „Am Stadtbad“. Rund 2,1 Millionen Euro soll das Haus mit 84 Betreuungsplätzen kosten. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Der engagierte Terminplan hält bislang: Am Donnerstagnachmittag wurde der Grundstein gelegt für die neue Kita „Am Stadtbad“.

Die Kinder der DRK-Kita Spatzennest aus Räpitz sangen „Wer will fleißige Handwerker sehen“, fast ein Dutzend Zuschauer war anwesend, nochmal soviele Stadträte dabei – und Willi. Mit seinen fünf Monaten lag er zufrieden und kuschelig warm im Kinderwagen, verfolgte die Zeremonie wie seine Eltern Tina und Silvio Kassubek. „Willi ist die 17. Anmeldung für die Krippe“, erzählte Karin Spindler vom DRK-Kreisverband. Die Kita-Fachberaterin weiß inzwischen aus Erfahrung: „Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist riesig.“

Bürgermeister Jens Spsike (FWM) erinnerte in seiner Rede an den Werdegang der Kita von der Grundsatzentscheidung für den Bau im Juni 2014 über die „intensiven Diskussionen“ um die Standortwahl bis zur Entscheidung vor knapp zwei Jahren mit nur einer Stimme Mehrheit. Dafür sei er oft angefeindet worden, aber er sei noch heute der Meinung, dass die Entscheidung die richtige war.

Das meinte auch CDU-Fraktionschef Micha Unverricht. Die Einwände seien zwar nachvollziehbar. Aber es gehe um die Kinder. Und mit der Nähe zum Stadtpark, zum Stadion, zum Stadtbad und im Winter zur Rodelbahn gebe es keinen besseren Standort für die Kinder.

Spiske betonte, dass der Kindergarten auch ein Beispiel sei, wie aus Fehlern gelernt werden kann. Er spielte damit auf die Kostenexplosion beim Grundschul-Anbau an, der sogar einen Sonderausschuss im Stadtrat beschäftigte. Die Auswertung der Ergebnisse ist immer noch nicht abgeschlossen. Für die Kita sei als „unmittelbare Lehre“ daraus eine Jury aus Stadträten, Rathaus, Planungsbüro und dem DRK als Betreiber gebildet worden, die ständig über den Fortlauf der Planungen und die Kostenentwicklung unterrichtet werde.

Für die neue Kita soll bereits im Sommer Richtfest gefeiert werden, das Haus mit 84 Plätzen selber zum Jahresende fertig sein. DRK-Geschäftsführer Jens Bruske bedankte sich für das Vertrauen als Betreiber. Er hoffe, dass mit der Stadt Lösungen gefunden werden, dass am 2. Januar 2018 die Kita gleich mit ganzen Gruppen starten kann.

Angesichts der Anmeldezahlen und der Geburtenentwicklung scheint das kein Problem zu sein. Die Stadt wachse, sagte Spiske. 28 Kinder seien im Vorjahr geboren worden, im Jahr davor nur acht weniger. Nach seinen Informationen lebten nun 16 001 Einwohner in der Stadt.

Für alle Kinder die Betreuungsplätze bereitzustellen und zu finanzieren, bleibt eine Herausforderung. Vor fünf Jahren habe die Stadt noch 1,5 Millionen Euro an Betriebskosten zahlen müssen, so Spiske. In diesem Jahr seien es 2,7 Millionen Euro - „ohne die neue Einrichtung“, betonte die Erste Beigeordnete Beate Lehmann. Er sei sich aber sicher, die Stadt bleibe kinderfreundlich, so Spiske.

Münzen, Baupläne, Zeitung, Beschlüsse, Statements, eine tolle Kinderzeichnung – alles landete anschließend in einem Plastikrohr als „Zeitkapsel“ im provisorischen Grundstein im Schotter. Erst heute soll das Rohr richtig in Beton in eine Wand eingegossen werden.

Von Jörg ter Vehn

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