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Markranstädt Kinderarzt gleich um die Ecke
Region Markranstädt Kinderarzt gleich um die Ecke
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16:57 01.09.2010
Hoffentlich keine Angst vorm weißen Kittel haben die kleinen Patienten des neuen Kinderarztes in Markranstädt Quelle: dpa
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Markranstädt

Christoph Eymann, bisher in der Heliosklinik in Borna tätig, wird ab nächster Woche in einer eigenen Praxis seine kleinen Patienten behandeln, impfen, bei ihnen die Vorsorgeuntersuchungen vornehmen und Rezepte ausstellen.

Seit Mitte der 90er Jahre praktizierte kein Kinderarzt mehr in der Stadt. „Das war unzumutbar für die Eltern“, sagt Reinhard Fehre, Geschäftsführer des Ärztehauses. Meist mussten sie mit ihrem Nachwuchs zu ihren Hausärzten gehen oder lange Fahrzeiten zu Kinderärzten in Grünau oder Markkleeberg in Kauf nehmen. Für die demografische Entwicklung der Stadt auch kein hinnehmbarer Zustand: Immer mehr junge Familien würden nach Markranstädt ziehen wegen der entsprechenden Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen und der zahlreichen Freizeitangebote. „Doch die ärztliche Versorgung der Kleinen war nicht gewährleistet“, macht Fehre deutlich. Immer wieder sei von Eltern die Frage nach einem Kinderarzt vor Ort gekommen. „Wir behandeln ja auch viele Kinder, und die Eltern haben immer gejammert, dass es hier keinen Kinderarzt gibt“, sagt Heike Hundt-Jürgens, die im Ärztehaus eine Praxis für Physiotherapie betreibt.

Seit mehreren Jahren haben sich Fehre und die Stadt gemeinsam um eine Zulassung bei der Kassenärztlichen Vereinigung bemüht. Die passenden Räume stehen nun auch zur Verfügung. Eymann zieht in die ehemalige Zahnarztpraxis in der dritten Etage. Hier gibt es zwei Behandlungszimmer und einen Raum, der für eine fachliche Erweiterung genutzt werden kann. „Dafür brauchen wir aber wieder eine Genehmigung“, erklärt Fehre. Eingerichtet worden sind die Räume in den vergangenen Wochen, bis Freitag werden nun noch Bilder aufgehängt, die Computertechnik installiert und Ordner bereit gestellt. Das Wartezimmer ist schon fertig. Da es auf der anderen Seite des Flurs untergebracht ist, „bekommen wartende Kinder keinen Schreck, wenn es in den Behandlungszimmern mal lauter wird“, sagt Fehre. Kinderwagen könnten im Keller (erreichbar über einen Fahrstuhl) abgestellt werden.

Eymann wird an drei Tagen in der Woche im Ärztehaus sein, die restlichen Tage behandelt er Kinder in Böhlen, wo er die Praxis seit einem knappen Jahr betreut. Möglich wurde die Einrichtung der Praxis in Markranstädt durch eine Kooperation mit der Heliosklinik Borna. Sie betreibt die Praxis wie die Neurologie im Haus. Eymann selbst ist „gestandener Facharzt“, der zuvor jahrelang in der Klinik gearbeitet hat. Fehre rechnet damit, dass die Eltern das erweiterte Angebot sehr gerne nutzen werden. Vor allem wegen der kurzen Wege innerhalb des Hauses, in dem auch ein Frauenarzt ansässig ist. „Eltern wissen sich gut aufgehoben, wenn die Ärzte alle in einem Gebäude sind und sich daher auch untereinander austauschen können.“

„Seit ich hier bin, versuchen wir, einen Kinderarzt zu bekommen“, betont Bürgermeisterin Carina Radon (CDU). Jetzt sei ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen.

Julia Tonne

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