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Markranstädt Kita-Diskussion im Jugendclub fast ohne Jugendliche
Region Markranstädt Kita-Diskussion im Jugendclub fast ohne Jugendliche
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14:28 19.05.2015
Im Jugendbegegnungszentrum diskutierten am Mittwochnachmittag vornehmlich Ältere über die benachbarte neue Kita. Quelle: André Kempner

Es kamen aber nur eine Handvoll Jugendliche. Die Mehrheit der fast zwei Dutzend Anwesenden, vornehmlich Nachbarn, Stadträte und politisch aktive Bürger, wollte lieber über die Standortfrage reden.

So musste die Erste Beigeordnete Beate Lehmann immer wieder daran erinnern, dass diese Entscheidung vor der Sommerpause im Stadtrat gefallen sei. Wie aus Teilnehmerkreisen zu erfahren war, ist auch der Antrag der Linken-Fraktion auf eine erneute Diskussion im Stadtrat darüber von Bürgermeister Jens Spiske aus formalen Gründen zurückgewiesen worden.

Bauamtschefin Uta Richter erläuterte den Teilnehmern erneut die anfangs ungewollte Nähe der neuen Kita zum JBZ. Wie berichtet, hatte der Stadtrat die Kindereinrichtung etwas weiter weg auf eine Lichtung gegenüber dem Stadion bauen wollen. Nach Gesprächen mit der Forstverwaltung und dem Kreis habe sich aber herausgestellt, dass es dort nicht so ohne Weiteres ginge, so Richter. Die Ämter hätte aber grünes Licht avisiert für einen Bau angrenzend an den Jugendclub. Der benötige eine bestimmte Größe auch der Freiflächen für die Kinder rundherum, erklärte Richter.

Um wiederum Eingriffe in den Wald zu minimieren, sei es sinnvoll, über gemeinsam genutzte Flächen mit dem JBZ zu reden, sagte Lehmann. Sie betonte, für den Kita-Bau müssten "keine aktiv von den Jugendlichen genutzten Flächen" abgegeben werden, wohl aber der Grünbereich hinter dem Wall am Volleyballfeld sowie die kaum genutzte Skateranlage, die vom Wellenreiter-Verein vermutlich in seine Halle in Markranstädt umgestellt werde.

Die gemeinsame Nutzung des Volleyballfeldes von Kita und JBZ war in der Diskussion als zu kompliziert schnell vom Tisch. Das Areal verbleibe beim Club, resümierte Lehmann das Ergebnis. Pia Nörenberg kritisierte, dass die Grünfläche hinter dem Wall sehr wohl von den Jugendlichen etwa zum Zelten genutzt werde. Sie sei gegen den Standort. Manfred Schwung sah "viele Einschränkungen" auf den Club zukommen, wenn die Auslaufflächen wegfielen. Richter lud danach zu einem Rundgang, um nach Möglichkeiten eines Ausgleichs für den Jugendclub zu suchen. Im Zwiegespräch fanden sich Ideen, aber festgelegt wurde noch nichts.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.10.2014
Jörg ter Vehn

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