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Markranstädt Klares Bekenntnis für Erhalt des Mehrgenerationenhauses
Region Markranstädt Klares Bekenntnis für Erhalt des Mehrgenerationenhauses
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14:08 12.09.2016
Bunt, groß, vielseitig: Das Mehrgenerationenhaus stellt nach Meinung der Stadt und der Räte eine Bereicherung der Kultur- und Bildungslandschaft dar. Quelle: Fotos: André Kempner
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Markranstädt

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) Markranstädt zählt knapp 10 000 Besucher jedes Jahr, soll als soziokulturelles Zentrum und als Bindeglied zwischen der immer älter werdenden Bevölkerung und den immer zahlreicheren jungen Leuten in der Stadt fortentwickelt werden. Der Stadtrat gab jetzt ein einstimmiges Votum ab, die vom Bund geförderte und von der Volkshochschule (VHS) des Kreises getragene Einrichtung weiterhin mitzufinanzieren.

Die Stadt beteiligt sich an den 40 000 Euro Kosten mit einem Viertel und bringt dies als Sachkostenzuschuss auf - die Räume im MGH dürfen mietfrei genutzt werden. Die Zusicherung der Kofinanzierung war nötig geworden, weil das MGH im nächsten Jahr in eine neue Förderperiode des Bundes bis 2020 rutscht, ohne die Zusicherung auch der Bund seine Förderung zurückgezogen hätte, so die Stadt in der Erläuterung zum Beschluss.

VHS-Chef Ralph Egler hatte den Räten die Sonderstellung des MGH erläutert. Es sei eines von nur dreien in Deutschland in Zusammenarbeit mit einer VHS, schon mehrfach auch Ziel von Untersuchungen gewesen und habe ein überregionales Interesse erzeugt.

Bunt, groß, vielseitig: Das Mehrgenerationenhaus stellt nach Meinung der Stadt und der Räte eine Bereicherung der Kultur- und Bildungslandschaft dar Quelle: Kempner

In der neuen Förderperiode werde es einen Paradigmenwechsel geben, wie vom Fördermittelgeber erwünscht, kündigte Egler an. Die Schwerpunkte „Gestaltung des demografischen Wandel“ und „Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte seien als inhaltliche Schwerpunkte vorgegeben, erläuterte er. Flüchtlingshilfe unternimmt das Haus allerdings auch schon jetzt mit seinem Programm.

Wie berichtet, sagt die 6. regionalisierte Bevölkerungsprognose für Markranstädt bis zum Jahr 2030 ein Wachstum auf 15 700 Menschen voraus. Der Anteil der unter Zwanzigjährigen werde ansteigen, ebenso die Altersgruppe der über 65-Jährigen stärker vertreten sein, heißt es darin. Das MGH könne dabei eine wichtige Schnittstelle einnehmen, glaubt die Stadt. Etwa mit Angeboten Müttern den Berufsalltag erleichtern, oder mit „Leihomis“ und Familienpatenschaften Alleinerziehende unterstützen.

Mit der VHS als Träger des Hauses könnten dort klassische außerschulische Bildungsangebote mit Beratungs- und Bildungsangeboten verknüpft werden, so die Stadt. „Dabei werden Angebote aus den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales miteinander verbunden, der Zugang zu lebenslangem Lernen vereinfacht – insbesondere für ältere Mitbürger und Menschen aus bildungsfernem Milieu“, meint die Stadt.

Die Angebote des MGH seien eine Bereicherung der Kultur- und Bildungslandschaft. „Sie unterstützen Menschen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt“, heißt es. Projekte der Familienförderung und Bildung würden immer wichtiger. Das MGH könne sich dabei zu einem Verbindungsglied zwischen allen Akteuren der Stadt entwickeln. „Dabei sehen wir durchaus noch viel Potenzial in der engeren Vernetzung aller Einrichtungen und freien Trägern“, merkt die Stadt etwas kritisch an.

Von Jörg ter Vehn

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