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Markranstädt Knöllchen statt Parkplatz
Region Markranstädt Knöllchen statt Parkplatz
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17:54 23.09.2010
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Markranstädt

Ein Parkraumdefizit sieht die Bürgerinitiative nicht und fordert stattdessen schärfere Kontrollen.

„Wir brauchen hier keinen neuen Parkplatz“, sagt Rosel Glöckner, Sprecherin der Bürgerinitiative „Pro Kulki“ und widerspricht damit Andreas Menger. Der Betreiber der Meri-Sauna am Kulkwitzer See hofft auf die Umsetzung des Plans, da er eine chaotische Parkplatzsituation rund um seine Sauna und entlang der Straßen am Westufer des Kulkwitzer Sees beobachtet hatte (die LVZ berichtete).

Die Initiative setzt sich gegen den Bebauungsplan ein, der dort einen Parkplatz vorsieht. So sei eine genügend große Stellfläche direkt hinter der Ostsiedlung vorhanden, sagt Glöckner. Diese sei selbst im Hochsommer an Sonn- oder Ferientagen nicht ausgelastet. Persönlich habe sie im Sommer immer wieder die Auslastung des Parkplatzes kontrolliert, schließlich wohne sie in der Ostsiedlung am Kulkwitzer See.

Das Problem sieht sie darin, dass der Platz unsaniert und kostenpflichtig ist. Badegäste würden deshalb andere Stellplätze vorziehen – entlang des Kinderspielplatzes, der Meri-Sauna oder im Parkverbot – stimmt sie Mengers Beobachtung zu. „Hauptsache man hat einen kurzen Weg zum Strand“, so Glöckner.

In einem zweiten Parkplatz sieht die Sprecherin der Initiative jedoch keinen Sinn: „Der Bau würde lediglich Steuergelder verbrauchen und schützenswerte Natur vernichten“, sagt Glöckner.

„Außerdem warten wir seit einem Jahr darauf, dass die Gehwege wieder hergestellt werden, nachdem sie durch die Bauarbeiten letztes Jahr arg beschädigt wurden.“ Mengers Argument mit einem Parkplatz auch den Spielplatz und die Kinder zu schützen, empfindet sie als vorgeschoben. „Während fast der gesamten Bauarbeiten an der Sauna war der Spielplatz auch völlig ungeschützt“, sagt Glöckner.

Die Lösung sehen sie und ihre Mitstreiter von der Bürgerinitiative in einem härteren Durchgreifen der Stadt. „Man müsste nur ein, zwei Tage konsequent alle Fahrzeuge abschleppen lassen oder das Ordnungsamt kontrolliert in der Saison zweimal täglich und stellt Strafzettel aus“, fordert Glöckner. Das würde Zeichen setzen und sich herumsprechen, befürwortet sie einen harten Kurs.

„Das Ordnungsamt kontrolliert bereits täglich, in der Hochsaison auch samstags und sonntags“, weist Heike Helbig von der Stadt Markranstädt den Vorwurf, die Verwaltung zeige nicht genug Aktivität, zurück. „Aus unserer Sicht haben wir alles Mögliche getan, um der Parksituation Herr zu werden. Erst kürzlich wurde uns auch von Anwohnern bestätigt, dass sie mit den Kontrollen zufrieden sind“, so Helbig.

Der im B-Plan ausgeschriebene Parkplatz sei eben auch die Reaktion auf die Wildparkerei. Des Weiteren sei der Parkplatz als temporäre Ausweichstellfläche für die Hochsaison geplant, so Helbig. In welcher Form und ob der B-Plan umgesetzt werde entscheide sich frühestens im Oktober.

Kerstin Leppich

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