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Markranstädt Kommunale Wohnungsbauer investieren am Markt
Region Markranstädt Kommunale Wohnungsbauer investieren am Markt
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17:50 19.05.2015
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Gleich am Markt will dort die Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft (MBWV) noch in diesem Jahr ein modernes Wohn- und Geschäftshaus fertigstellen.

"Eigentlich wollten wir mit dem Erhalt der Baugenehmigung im vorigen August durchstarten und den Rohbau noch im Vorjahr abschließen können", so Geschäftsführer Frank Sparschuh. Allerdings sei das Vorhaben mitten in die Straßenbaumaßnahmen rund um den Markt geraten - eine schwierige Situation. "Sehr kompliziert, wir wollten nicht auch noch deren Arbeiten gefährden", erinnert sich Sparschuh. Am Ende seien MBWV und die Baufirma Strabag überein gekommen, dass für das Haus wenigstens die Bodenplatte fertig gestellt werden kann. "Damit sind wir aus der Schmutzphase des Baus raus und müssen nicht mehr mit einem Haufen schwerer Lastwagen über die fertige Straße fahren", erklärt Sparschuh den Sinn der Regelung.

Geplant sei, im März mit dem Hochbau zu beginnen, bis zum Spätherbst den Bau fertig zu haben. Mit einer Investition von rund 1,7 Millionen Euro sollten in moderner Architektur vier Gewerbeeinheiten und ebenso viele Wohnungen entstehen. Diese seien mit zwei bis vier Zimmern zwischen 40 und 130 Quadratmetern groß, so der Geschäftsführer. Für zwei der gewerblichen Flächen gebe es Gespräche über Arztpraxen, für die Wohnungen "viele Nachfragen", meint Sparschuh. Diese verfügten alle über eine eigene Terrasse.

Die kommunale Wohnungsbaufirma sei erst in der Schulstraße aktiv geworden, nachdem Bemühungen seitens der Stadtverwaltung, das Gelände anderweitig Investoren zur Verfügung zu stellen, gescheitert waren. Bekanntlich hatte an der Stelle früher eine Fleischerei gestanden, deren am Ende wenig schönes Gebäude die Stadt Mitte 2000 erwarb und einreißen ließ. "Es wurden darauf viele mögliche Interessenten angesprochen, aber keiner wollte so recht", erzählt Sparschuh.

Wie schon in der Parkstraße 6, wo eine Baulücke keinen Käufer fand, habe darauf die MBWV das Areal erworben und mit der Stadt zusammen Pläne geschmiedet, um letztlich auch das Gesamtbild am Markt zu verbessern. Die Firma habe mehrere Architekten um ihre Ideen gefragt, sich am Ende für die moderne Version des Architekturbüros Thiele aus Leipzig entschieden.

Wie schon das Haus in der Parkstaße werde auch das neue in der Schulstraße über Erdwärme geheizt. Dafür sei tief ins Erdreich hinein gebohrt worden. "Diese Wärmeversorgung ist im Mietbereich durchaus nicht üblich", gesteht Sparschuh. Die MBWV habe aber bei ihrem ersten Objekt damit gute Erfahrungen gemacht, müsse so auch nicht zum Geldeintreiber für die Energiefirmen werden.

Die endgültige Außengestaltung sei noch nicht ganz klar, sagt er. Aber wahrscheinlich werde das Erdgeschoss eine Natursteinfassade erhalten, um auch besser gepflegt werden zu können. Wählerisch will Sparschuh auch bei den Ladenmietern sein. "Sie sollten schon zum Markt und der besonderen Lage passen", findet er. "Auf keinen Fall soll dort die gefühlt zehnte Dönerbude der Stadt eröffnen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.02.2013

Jörg ter Vehn

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