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Markranstädt Kooperationen auf vielen Ebenen
Region Markranstädt Kooperationen auf vielen Ebenen
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18:23 19.09.2010
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Markranstädt

Pünktlich zum Glockenschlag unterzeichneten Carina Radon (CDU), Bürgermeisterin von Markranstädt und ihr Amtskollege Àrpád Nemes aus Bad Dürrenberg den Vertrag.

„Obwohl wir erst jetzt unterschreiben, haben wir schon vieles zusammen geschafft“, warf Radon einen Blick zurück. So sei die Via Regia in diesem Jahr durch Bad Dürrenberg gegangen, gebe es bereits eine gemeinsame touristische Karte. „Wir wollen Synergien schaffen. Dabei wird es vor allem darum gehen, Tagestouristen anzulocken“, sagte Radon. Zukünftig sollen auch die Radwege ausgebaut werden.

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„Als kleine provinzielle Städte sind wir allein nicht in der Lage etwas Großes zu tun“, begründete Árpád Nemes, Bürgermeister von Bad Dürrenberg, warum er bereits vor eineinhalb Jahren Carina Radon angesprochen habe. So gebe es zwar einiges zu sehen, aber keine einzelne Stadt würde auch nur eine einzige Busladung voller Touristen anlocken können.

Klare Worte fand auch Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU). Was in der Bundespolitik oft nicht gelänge, würden die Kommunen einfach machen: Über Ländergrenzen hinweg kooperieren.

Eine Kooperation der anderen Art stand dann am Nachmittag im Blick. Ed Dumrese aus Wageningen in den Niederlanden, wo 1945 mit der Kapitulationserklärung der zweite Weltkrieg für die Niederlande endete, sprach über das Netz „Orte des Friedens“, dem er als Vizepräsident vorsteht. Bereits im Mai war der Förderverein des Schlosses in Evoramonte in Portugal dem Netzwerk als Gründungsmitglied beigetreten (die LVZ berichtete).

Dumrese sprach über die Organisation, ihre Ziele und die Art, wie in Wageningen des Kriegsendes gedacht wird. „In Wageningen ist das historische Ereignis viel präsenter, da es erst 65 Jahre her ist. Aber was allen Mitgliedern im Netzwerk gemein ist: Sie werden getragen durch die Gemeinschaft der Bürger“, sagte Dumrese. Zukünftig soll das Netzwerk ausgebaut, Studien zum Thema Frieden vorangetrieben werden. „Denn“, so Dumrese, „wir wollen einer Kultur des Krieges eine des Friedens entgegensetzen.“

Ein Rundgang durch das Schloss war beim Fest ebenso möglich, wie ein Plausch während des Marktes rund ums Schloss. Außerdem sorgten die Leipziger Rathspfeifer, so wie Studierende der Hochschule für Musik und Theater Leipzig für musikalische Unterhaltung.

Kerstin Leppich

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