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Markranstädt Kreisstraße wird modernisiert
Region Markranstädt Kreisstraße wird modernisiert
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19:31 25.05.2010
Drehteams müssen sich einen anderen Ort für historische Filme suchen: Die Kreisstraße zwischen Meyhen und Schkeitbar soll nun ausgebaut werden. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Die Maßnahme war ursprünglich bereits für 2009 geplant.

Die Tage einer der skurrilsten Kreisstraßen in der Region sind gezählt. Die an der Grenze zu Sachsen-Anhalt gelegene K 7960 zwischen Schkeitbar und Meyhen wird noch in diesem Jahr verbreitert. Damit verschwindet auch das markante Kopfsteinpflaster, das schon die Ölwanne so manchen Wagens demolierte, zugleich aber gut als Kulisse für historische Filme dienen konnte. Wie der Sprecher der Landesdirektion Stefan Barton dieser Tage mitteilte, habe die Behörde jetzt dem Landkreis einen Zuwendungsbescheid für den Ausbau der Kreisstraße K 7960 zwischen der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie der Staatsstraße S 76 erteilt. Voraussichtlich ab Ende August werde mit den Arbeiten begonnen. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von zirka neun Monaten“, kündigte Barton an.

Der Landkreis Leipzig und die Stadt Markranstädt planen gemeinsam den Ausbau, der auf einer Länge von rund 2200 Metern realisiert wird. In diesem Abschnitt durchläuft die Straße die Ortschaft Meyen und endet in Schkeitbar.

„Für die Baumaßnahme ist kein Planrechtsverfahren notwendig“, erläuterte Barton. Die Förderung aus Mitteln des Freistaates Sachsen beträgt 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Erforderlich wird der Ausbau, da die Verbindung zu schmal ist. So soll die Fahrbahn Barton zufolge von derzeit zirka vier Metern auf sechs Meter verbreitert werden. Beidseitig der Fahrbahn ist die Anordnung von Banketten vorgesehen. Innerhalb der Ortschaften sollen in bestimmten Bereichen Gehwege zur Erschließung der anliegenden Grundstücke gebaut werden. Diese Nebenanlagen, worunter auch die Straßenbeleuchtung fällt, übernehme die Kommune im Rahmen der Ortsdurchfahrtsvereinbarung, erläuterte Markranstädts Bürgermeisterin Carina Radon (CDU). An der Wendeschleife für eine Busverbindung werde festgehalten, bestätigte sie. Die Kosten dafür waren 2009 auf rund 36 000 Euro geschätzt worden. Die Stadt, die auch bei der Nahverkehrsplanung vom Kreis gehört wurde, will sich damit die Option für eine Busverbindung ins benachbarte Bundesland offenhalten, wo Markranstädt, wie berichtet, Touristen anziehen will.

Ein weiterer Grund für die Maßnahme sind die den Meyhenern, Meuchenern, deren Besuchern und allen anderen, die auf diese Straße geleitet werden, wohlbekannten „Verwerfungen, Wölbungen beziehungsweise Absenkungen des Großpflasters“. Die derzeitige Entwässerung habe die Randbereiche der Verbindung stark durchnässt, so Barton. Die Baumaßnahme solle die Sicherheit erhöhen und den Verkehr erleichtern, erklärte der Sprecher. Diese an sich begrüßenswerte Tatsache besorgt Anwohner in Meyhen, die sich aus Furcht vor Rasern einen Fußgängerüberweg gewünscht hatten.

Für die Sanierung werden 124 Bäume gefällt sowie 31 Bäume verpflanzt. Als Ersatz werden 234 neue im Baugebiet selbst sowie weitere 42 außerhalb auf Grundstücken, die dem Kreis gehören, in die Erde gebracht.

Kendra Reinhardt

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