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Markranstädt Kürbisfest beim Heimatverein Frankenheim-Lindennaundorf
Region Markranstädt Kürbisfest beim Heimatverein Frankenheim-Lindennaundorf
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13:24 28.10.2018
Kürbisfest in Frankenheim – ein Fest der Generationen. Da wollen auch Florian (6) und Marielle (4) nicht fehlen. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Eine Bockwindmühle, drei riesengroße Kürbisse, viele, viele kleine und noch mehr „Kürbis-Verrückte“: Alles passte beim 12. Kürbisfest, zu dem der Heimatverein Frankenheim-Lindennaundorf am Sonnabend an die Festwiese des Ortes lud. Auch in diesem Jahr lautete die ebenso spannende wie lustige Frage: Welcher Kürbis ist der größte und schwerste? Prämiert werden sollte außerdem die am schönsten gestaltete Frucht. Doch was heißt das schon? Handelte es sich nicht eher um Gespenster, Hexen oder Monster? Manche sahen auch aus wie der Zauberlehrling höchstpersönlich. Jedenfalls ganz schöne Früchtchen, die sich da ausgehöhlt in einer Schau präsentierten!

Es kommt nicht auf die Größe an – also nicht immer. Und nicht nur. Ein Blick zu auf die tollsten Früchte von Frankenheim.

Vier Männer wuchten Riesen-Gewächs auf die Waage

„Mir gefällt am besten der Harry Potter“, meinte Florian (6) zu den ungewöhnlichen Gesichtern. Andere Kürbisse glichen mit ihren filigran-geschnitzten Mustern einem Kunstwerk. Ein Hingucker neben dem anderen. Doch welche Frucht war die schwerste? Da gingen die Schätzungen auseinander: 60, 145 oder 200 Kilo lauteten die Vorschläge. Vier gestandene Männer vom Heimatverein wuchteten schließlich eine Art Riesen-Klops auf die Waage – und siehe da: 143,1 Kilo wog das schwerste Gewächs. Das konnte nur das Werk eines erfahrenen Züchters sein! Und tatsächlich: Holger Bude nahm schon mehrfach am Wettbewerb teil. Als Enkel des letzen Müllers besitzt er außerdem tiefe dörfliche Wurzeln. Die pflanzlichen reichen offenbar ebenfalls tief. Trotzdem muss es doch ein Geheimnis geben oder hat die diesjährige Dauer-Sonne für den Sieg gesorgt? Ganz einfach: „Man muss mit der Pflanze reden. Jeden Tag habe ich sie mit einem aufmunternden Guten Morgen begrüßt“, verriet der Lindennaundorfer. Links liegen lassen, kann jedoch ebenfalls zum Erfolg führen, wie Karin Klas bewies. „Ich bin aus dem Urlaub gekommen und dachte: Mal sehen, ob er noch da ist. Hurra, es gibt ihn noch!“, freute sich die Frankenheimerin über die Frucht, die trotz Abwesenheit der Besitzerin unverdrossen weiterwuchs. Das Ergebnis: 47,5 Kilo und zweiter Platz für Karins Kürbis. Und welche war die am schönsten gestaltete Frucht? Ein schaurig-schönes Monster mit vielen kleinen, grünen Kürbissen als Zähne, das die Betrachter frech angrinste.

Suppe und Marmelade aus Kürbis

Während die Besucher draußen auf der Festwiese schätzten, mit Kräuter-Ferdi, der Markranstädter Jagdgesellschaft fachsimpelten oder sich verschiedene Kürbissuppen aus dem Hirtenkessel schmecken ließen, gingen drinnen im Vereinshaus die Naschereien weiter: Mit selbst kreierter Kürbismarmelade nahmen erstmals Schüler der 5., 7. und 10. Klasse der Markranstädter Oberschule mit ihrer Lehrerin Christiane Nestler am traditionellen Fest teil. Ein paar Tische weiter hatten die Jüngsten ihren Spaß beim Basteln mit lustigen Kürbisgesichtern. Doch ob drinnen oder draußen – fröhliche Feststimmung gab es überall. Kein Wunder – wenn 400 Besucher zusammenkommen! Mittendrin: Heimatvereinsvorsitzender Jens Schwerdtfeger. „Unser Fest bringt die Leute zusammen. Besonders viele Ältere freuen sich schon wochenlang darauf. Gerade jetzt, wo die Tage kürzer werden und sie nicht mehr so oft raus können, ist heute Zeit zum gemeinsamen Feiern“, so Schwerdtfeger. Eine Frage bewegte die Gäste: Was passiert mit dem Riesenkürbis? Teilhabe heißt die moderne Lösung. „Morgen portionieren wir den Sieger in viele kleine Stücke. Die sind bestimmt ganz schnell weg!“

Von Ingrid Hildebrandt

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