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Markranstädt Kulkwitz, Gärnitz und Seebenisch feiern Heimatfest
Region Markranstädt Kulkwitz, Gärnitz und Seebenisch feiern Heimatfest
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15:05 17.06.2018
Heimatfest KuGäSe: Die F-Jugendkicker von Kulkwitz gewinnen gegen Markranstädt – Jubel bei den kleinen Fußballern, umrahmt von den Cheerleaders von Seebenisch. Quelle: Kempner
Markranstädt

Witzig, sportlich, gemütlich, festlich und vor allem dörflich: All das und noch viel mehr war das „KuGäSe“ – das tierisch lustige Heimatfest für die ganze Familie in Kulkwitz, Gärnitz und Seebenisch am Wochenende. Geheimnisvolle Plakate hatten schon lange zuvor auf die dreitägige Veranstaltung aufmerksam gemacht. Darauf prangte der ungewöhnliche Slogan „KuGäSe 2018“.

Volles Programm in den Ortsteilen von Markranstädt

Letzteren konnten sich die Markranstädter ja noch zusammenreimen: KuGäSe – ganz klar, das sind die Anfangsbuchstaben der zu Kulkwitz gehörenden Ortsteile Gärnitz und Seebenisch. Aber was machte die Kuh auf dem Plakat? „Das Rind wird eine Art Hauptrolle spielen“, versprachen die Veranstalter: der SSV Kulkwitz, der Ortschaftsrat, der KFV Seebenisch, der Förderverein Freiwillige Feuerwehr Seebenisch, die Freiwillige Feuerwehr Gärnitz sowie die Stadt Markranstädt. Los ging das dreitägige Fest mit Andacht und Buchlesung in der Kulkwitzer Kirche. Es folgten Fußball-Turniere, Feuerwehrübungen, ein Filmnachmittag, ein Sommernachtball in Kulkwitz und Gärnitz am Sonnabend. Das Lindenfest der Feuerwehr in Seebenisch und das Fußball-Derby zwischen Kulkwitz und Räpitz schloss sich am Sonntag an.

Spaß-Wettkämpfe und spannende Turniere beim Heimatfest in Kulkwitz, Gärnitz und Seebenisch – das Wochenende in vielen Bildern

Der Star ist eine Kuh: Erika von der Ellernweide aus Seebenisch

Hochspannung am Feldscheunenweg in Gärnitz: Gleich startet das Kuh-Bingo! Wer richtig wettet, auf welches Quadrat die Kuh innerhalb eines bestimmten Zeitraums ihren ersten Fladen fallen lässt, gewinnt. „Kuh-Bingo! Das ist ja mal ‚ne tolle Idee“, sagen sich die Festbesucher und säumen den Feldscheunenweg. Nur an einer geht die Aufregung sichtlich vorbei: Ihre Hoheit Erika von der Ellernweide aus Seebenisch. Genüsslich wiederkäuend lässt sich das zweijährige Rind ein paar Grashalme schmecken. Besonderes Futter habe Erika zuvor nicht bekommen, versichert Viktoria Schlägel. „Alles ganz normal“, so die Freundin vom Seebenischer Landwirt Erik Munkelt, der Erika für das Kuh-Bingo fit machte. Endlich ist es soweit: Würdevoll, wie es ihrem hohen Rang entspricht, schreitet Erika von der Ellernweide auf das Bingo-Feld. Der eigentliche Akt – eine Sache von drei Minuten. Freude bei Familie Mergner: Die Kulkwitzer haben richtig gewettet. Freude auch bei Erika – geschmückt mit einem Ährenkranz genießt das Rindvieh den Beifall der begeisterten Zuschauer. Der nächste Spaß-Wettkampf folgt alsbald: „Hopp, hopp, hopp. Zieht, zieht, zieht“, schallen die Rufe am frühen Nachmittag am Feldscheunenweg. Das LO-Ziehen der ortsansässigen Vereine lockt zum Anfeuern. Dabei muss ein 5,5 Tonnen schweres Löschgruppenfahrzeug vom Typ Robur-LO, Baujahr 1980, über eine Strecke von 50 Metern gezogen werden. Und wer sind die Schnellsten? Wer gewinnt den Wanderpokal aus den Händen von Michael Bloyl? Sind es Christian, Robert, Henry, Leon, Max und Jörg von der Ortsfeuerwehr Gärnitz? Ist es der KFV Seebenisch? Von wegen! Sieger wird die Kinderfeuerwehr Gärnitz. Zugegeben – mit etwas Schützenhilfe vom Gegner. Selbstlos haben die Frauen und Männer der Kulkwitzer Wohngemeinschaft „Markranstädter Straße“ ein bisschen nachgeholfen und mit geschoben.

Cheerleader unterstützen kleine Kicker

„Tooor, Tooor, Tooor – ein Super-Tor“, lauten die Jubel-Rufe etliche Meter weiter auf dem Gärnitzer Sportplatz. Gerade spielt die F-Jugend des SSV Kulkwitz gegen den Fußball-Nachwuchs der SG LVB. „Läuft gut für unsere U 9“, freut sich Jens Radtke vom SSV Kulkwitz. Das finden auch die Cheerleader vom Kultur- und Faschingsverein Seebenisch und bilden ein Spalier für Emil, Niklas, Erik, Phillip und Co. Nach soviel Trubel tut etwas Entspannung gut: Rainer Küster lädt zu einer kleinen Zeitreise per Foto und Film ins Gerätehaus. Kindheitserinnerungen an die Kulkwitzer Schul-und Heimatfeste von einst werden wach. „An diese alten Traditionen soll unser dreitägiges Event anknüpfen“, erzählt Küster. Gelungen, loben die Festbesucher unisono und hoffen, dass die sechs Buchstaben „KuGäSe“ in den kommenden Jahren zu einem festen Begriff in ganz Markranstädt werden.

Von Ingrid Hildebrandt

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