Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt "Kulkwitzer See für Taucher und Badegäste da"
Region Markranstädt "Kulkwitzer See für Taucher und Badegäste da"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:10 19.05.2015
Dieter Florian gehört die gleichnamige Tauchschule am Göhrenzer Strand. Er plädiert dafür, dass Taucher und Badegäste gegenseitig Toleranz zeigen. Quelle: André Kempner

Das würde immer wieder zu unangenehmen Situationen führen, vor allem für Nacktbader.

"Sicherlich treffen Taucher und Badegäste öfter aufeinander, aber ein Ungemach ist nicht zu erkennen", erklärt Dieter Florian, Inhaber der gleichnamigen Tauchschule am Göhrenzer Strand. Er weist auch den Vorwurf zurück, es gebe keine Schilder, die auf die Einstiegsstellen für die Unterwassersportler hinweisen. Die drei möglichen Stellen seien alle markiert und würden von den Tauchern auch genutzt. Oft sei es an heißen Tagen eher so, dass die Badegäste an der Einstiegsstelle ihr Domizil einrichten und die Taucher dann Slalom laufen müssten. "Aber von denen kamen noch keine Beschwerden", so Florian.

Auch viele Badegäste sind über das drohende Ungemach verwundert. "Davon habe ich noch nichts mitbekommen", erklärt Renate Thomas. Sie störe es nicht, wenn sie auf Taucher treffe, vielmehr sei das immer - "und ich bin wirklich viel hier" - ein nettes Miteinander. Das sieht auch Frank Süßmann so. Der Hallenser fühlt sich von den Sportlern in keiner Weise belästigt, stattdessen bekommt er bei Nachfrage erzählt, was es in den Tiefen des Sees zu sehen gebe. Maria Mittler macht sich keine Gedanken darüber, dass Taucher sie beim Schwimmen von unten beobachten würden. "Die gucken doch meist nach unten und nach vorne, sie gehen doch tauchen, um Flora und Fauna des Sees zu sehen", ist sie sicher. Das bestätigt auch Florian. "Uns geht es nicht darum, Leute zu beobachten, das wäre am Strand genauso möglich, wir wollen den See erkunden."

Derzeit sind auch etliche Taucher dort unterwegs, um für die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen. Beim sogenannten Makrophyten-Monitoring werden Pflanzenbestände im See erfasst, kartiert und dokumentiert. So werde langfristig erforscht, wie sich die Bestände entwickeln würden. Auch Sichtweitenmessungen gehören zum Arbeitsumfang der Taucher.

Derzeit sei wegen des regen Badebetriebs die Sicht nicht ganz so gut, weil viel Schlick und Sand aufgewirbelt werde. Deshalb sei es laut Florian im Moment ab und zu schwierig, beim Auftauchen genau auf den Punkt herauszukommen. Doch Beschwerden darüber habe er noch nicht gehört. Worum es den Tauchern auch geht, ist die Sauberkeit des Sees. Immer wieder bringen sie von ihren Tauchgängen Müll mit hoch.

Florian geht es vor allem darum, dass alle Nutzer des Sees ein nettes Miteinander pflegen und jeder jedem gegenüber ein wenig Toleranz aufbringt. Für ihn sei das eine Selbstverständlichkeit. "Denn der See ist für Taucher und Badegäste gleichermaßen da."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2013

Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der 32-Jährige, der am Dienstag seine 45-jährige Lebensgefährtin im gemeinsamen Haus im Markranstädter Ortsteil Lindennaundorf mit einem Messer niedergestochen hat (die LVZ berichtete), muss nicht ins Gefängnis.

19.05.2015

Vom traumhaften Wetter haben am Samstagabend zahlreiche Wirte profitiert, die zur bereits 16. "Raupe" eingeladen hatten. Allein in die "Grüne Eiche" nach Kulkwitz kamen über die Stunden verteilt "bestimmt über 1000 Gäste", die von Lokal zu Lokal tourten, berichtete Inhaber Andreas Groitzsch.

04.08.2013

Ein bewaffneter Täter hat am Dienstagabend in Markranstädt-Quesitz eine Tankstelle in der Lützner Straße überfallen. Wie die Leipziger Polizei am Abend mitteilte, betrat der maskierte Täter gegen 21.50 Uhr den Verkaufsraum, bedrohte einen 24-jährigen Angestellten mit einer Pistole und forderte Bargeld.

30.07.2013
Anzeige