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Kunst aus Blech und Beulen

Kunst aus Blech und Beulen

Gesichtsprofile, Tiere, Fantasiegestalten und unglaubliche Objekte – die Bandbreite der Motive, die Kinder in ihrer künstlerischen Arbeit entwickeln, ist enorm groß.

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Roland Steckel ist stolz auf seine jungen Kursteilnehmer. Ihre Arbeiten hat er fotografiert und zeigt sie nun in der St. Laurentiuskirche.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Das beeindruckt auch den Metallbildhauer Roland Steckel immer wieder, wenn er ehrenamtlich Kurse mit Kindern und Jugendlichen abhält. Am Samstag wurde in der St. Laurentiuskirche in Markranstädt die Ausstellung „Blech – Beulen“ mit rund 150 Reliefen junger Menschen eröffnet. Der im Markranstädter Ortsteil Döhlen geborene und jetzt wieder lebende Steckel hat das Entstehen der Metallbildhauer-Arbeiten begleitet und fotografiert. So sind Fotos der Werke ebenso zu sehen, wie halbfertige Arbeitsproben, die die Entwicklung bis zum fertigen Relief zeigen. Eine Sammlung mit Werken aus etwa fünf Jahren.

„Bis so ein etwa Din A 3 großes Werk fertig ist, investieren die Kinder schon viel Zeit“, erklärte Steckel. Rund 20 Stunden dauern die Kurse. Steckel berät die Kinder, lässt ihnen in der kreativen Gestaltung von der Skizze an aber Freiraum, steht lediglich beratend zur Seite. Bei der Umsetzung, die mit Hammer und Meißel, aber auch mit Siegellackarbeiten einhergeht, sei es laut und dreckig. „Vor allem bei der körperlichen Arbeit sind die Jugendlichen voll dabei. Sie finden es erholsam, dass es nichts mit einer Tastatur, sondern mit echten Werkstoffen zu tun hat“, erzählte der Metallbildhauer.

Und da gebe es auch keine Unterschiede zwischen Alter oder Geschlecht. „Es haben noch alle ihr Werk geschafft. Die jüngsten, die mitgemacht haben, sind fünf Jahre alt“, so Steckel. Doch auch von den älteren Kindern, viele Mädchen und auch schwierige Jugendliche sind dabei, brächten die wenigsten Erfahrung in der Metallbearbeitung mit, aber alle seien schnell Feuer und Flamme für die gestalterische Arbeit.

Steckel gibt seine Workshops in der Region in Bibliotheken und Schulen. Sie sind nicht kommerziell und werden als Fortbildungsmodell vom Freundeskreis Handwerkliches Gestalten, einer Initiative im Raum Halle-Leipzig, unterstützt.

„Auch Arbeiten von Markranstädter Jugendlichen sind zu sehen“, sagte Steckel, der gebeten wurde, die Ausstellung zu organisieren. Der Fundus der Bilder, die einen guten Eindruck über die Werk-Vielfalt vermitteln, stammt aus seinem persönlichen Besitz, schließlich dürfen die Kinder am Ende jedes Workshops ihre fertigen Werke stolz mit nach Hause nehmen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 9. März zu den regulären Öffnungszeiten der St. Laurentiuskirche zu sehen.

Kerstin Leppich

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