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Markranstädt LAV erhält Großen Preis des Mittelstands
Region Markranstädt LAV erhält Großen Preis des Mittelstands
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15:51 19.05.2015
LAV mit dem Mittelstandspreis geehrt: Matthias Hoger, Berater Klaus Bormann und Volker Rohrmann (v.l.). Quelle: Jörg ter Vehn

Wie berichtet, darf sich der Preis nach Streitereien mit Hollywood nicht mehr nach dem "Oscar" der Filmakademie nennen - einen wertvollen "Oskar" bekamen am Sonnabend in Dresden Geschäftsführer Matthias Hoger und Unternehmensberater/Ex-Vorstand Klaus Bormann aber auch überreicht: nämlich den Oskar Patzelt.

"Aus über 400 Bewerbern in Sachsen wurden wir als eines von drei Unternehmen ausgewählt", verhehlte Bormann seine Freude nicht. Seit 2008 seien sie immer wieder dabei gewesen, 2010 auch schon mal in die Endrunde gekommen. "Wir hatten schon mit dem Gedanken gespielt, im nächsten Jahr nicht noch mal anzutreten", frotzelte gestern in der Firmenzentrale Technik-Geschäftsführer Volker Rohrmann.

Jahr für Jahr seien sie von sieben bis acht Firmen vorgeschlagen worden, freute sich Bormann, der den Preis auch als ein Stück Ehrung seines Lebenswerkes versteht. Auch Wirtschaftsminister Sven Morlok sei bei der Ehrung am Sonnabend in Dresden dabei gewesen, erzählte er.

Dabei ist das Geschäftsfeld der LAV alles andere als angenehm. Das 1991 gegründete Unternehmen verwertet im Wesentlichen Klärschlamm, erklärt Hoger. Die LAV arbeite von Brandenburg bis Bayern, sei direkter Vertragspartner von mehr als 150 Kläranlagen, Stadtwerken und Verbänden. Die Firma produziere Komposte und Bodensubstrate für Landwirtschaft und Gartenbau, unterhalte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mehr als 30 Verwertungsanlagen zur Kompostierung, Lagerung und Aufbereitung von Abfällen. Grundidee sei dabei die Rückführung organischer Sekundärrohstoffdünger in den Stoffkreislauf.

Die Wertschöpfungskette dabei hat dabei die LAV gut im Griff. So zählt zur Firmengruppe eine Spedition für den Klärschlammtransport ebenso dazu wie ein Erdenwerk, der Garten- und Landschaftsbau, aber auch die Baudienstleistung. Hoger will als nächstes die Thermische Verwertung von Klärschlamm vorantreiben, unter anderem Brennstoffe etwa für die Industrie herstellen. Auch eine Trockungsanlage sei geplant, um im Rahmen des Phosphorrecyclings die Düngemittelindustrie beliefern zu können.

Morgen ist erst mal Betriebsfest. Da will Hoger allen 143 Mitarbeitern Danke sagen für ihr großes Engagement. Denn um in der nicht immer angenehmen Branche zu arbeiten, bedürfe es schon einer gewissen Abgebrühtheit, so Bormann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.09.2013

Jörg ter Vehn

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