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Markranstädt LAV plant Trocknung für Klärschlamm
Region Markranstädt LAV plant Trocknung für Klärschlamm
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14:18 19.05.2015

Die Kapazität solle rund 50 000 Tonnen jährlich betragen, kündigte LAV-Geschäftsführer Mathias Hoger vor einigen Tagen bei einer Fachveranstaltung zum Thema Klärschlammverwertung ab 2015 an.

Rund 70 Vertreter von Abwasserzweckverbänden und Kläranlagenbetreiber hatten sich in der Tagung in Markranstädt über die veränderten Bedingungen zur Klärschlammverwertung ab 2015 informiert. Weil dann andere Grenzwerte gelten, darf nur noch ein Teil wie bislang als organischer Dünger auf den Feldern ausgebracht werden. Rund ein Drittel muss künftig thermisch verwertet, also in Kraftwerken mitverbrannt werden. Dafür seien die Kapazitäten aber begrenzt, wie Sabine Graumüller von der LAV mitteilte, die auch die Veranstaltung moderierte.

Von der neuen Trocknung neben der Müllverbrennungsanlage Zorbau nahe Weißenfels verspricht sich die LAV ab 2016 zunächst Synergieeffekte durch günstige Wärme, Strom und die vorhandene Infrastruktur. Durch die Trocknung werde die Menge reduziert, denn der Schlamm enthalte naturgemäß sehr viel Wasser. Das übrig bleibende Produkt sei leicht transportierbar, könne in Zorbau mitverbrannt, oder als eigener Stoff behandelt werden, um aus der Asche wie von der Politik gewünscht Phosphor für Landwirtschaft und Industrie zurückgewinnen zu können. Derzeit gebe es dafür aber noch kein marktfähiges Verfahren, so LAV-Geschäftsführer Hoger.

Die Firma plant daher am Standort Zorbau auch ein Technologie- und Kompetenzzentrum für die Klärschlammverwertung aufzubauen. Gesucht würden dafür noch wissenschaftliche Einrichtungen und Institute, die dabei mitmachen wollten, erklärt die LAV-Geschäftsführung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.05.2014
Jörg ter Vehn

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