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Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie geplant

Unterlagen liegen aus Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie geplant

Lärmgeplagte Anwohner der Bahnlinie in Markranstädt und Großlehna können bald aufatmen. Die Deutsche Bahn plant im nächsten Jahr den Bau von gut 2,8 Kilometern Lärmschutzwänden.

Auf einer Länge von insgesamt gut 2,8 Kilometern sind Lärmschutzwände an der Bahnlinie in Markranstädt und Großlehna geplant.

Quelle: Kempner

Markranstädt. Lärmgeplagte Anwohner der Bahnlinie in Markranstädt und Großlehna können bald aufatmen. Die Deutsche Bahn plant im nächsten Jahr den Bau von gut 2,8 Kilometern Lärmschutzwänden.

Die Unterlagen dazu, eine große Kiste mit einem halben Dutzend Aktenordnern, liegen seit dieser Woche im Bürgerrathaus aus. Wer will, kann dort noch bis zum 9. August die Antragsunterlagen einsehen, bis zum 27. August seine Einwände zu dem Planfeststellungsverfahren in der Landesdirektion Leipzig geltend machen.

Die Eingriffe ins Stadtbild werden groß sein. Ziemlich genau drei Meter hoch und aus „hochabsorbierenden Aluminiumelementen“, wie es in den Papieren heißt. Diese Lärmschutzwände ziehen sich in vier Abschnitten entlang der Bahnlinie durch die Stadt, überwiegend auf bahneigenem Gelände ist der Bau geplant:

– Der Abschnitt Heidestraße läuft bahnrechts auf einer Länge von 380 Metern, umfasst unter anderem den Bereich vom alten Stellwerk „Mo“ bis zum Bahnhof.

– Der Abschnitt Leipziger Straße umfasst den Bereich an selbiger bahnlinks auf einer Länge von 1310 Metern vom Bahnhof bis zum Bahnübergang und dem alten Stellwerk „Mar“.

– Der Abschnitt Westsiedlung ist 682 Meter lang, führt bahnlinks an der Siedlung entlang vom Bahnhof Markranstädt nach Großlehna.

– Der Abschnitt Siedlerstraße misst eine Länge von 472 Metern bahnrechts zwischen dem Bahnübergang und dem Bahnhof Großlehna.

Bis zu neun Meter tief sollen die Gründungspfähle für die Wände in die Erde gerammt werden. Die Pfosten sollen dann im Regelfall fünf Meter auseinander stehen, die Wände in regelmäßigen Abständen Öffnungen für Fluchtwege und/oder Rettungskräfte bekommen.

Weil auf den Schienen durch den Ort Geschwindigkeiten bis 160 Stundenkilometern erlaubt sind, müssten die Wände einen Mindestabstand von 3,30 Metern zur Bahn haben, heißt es in den Papieren. Das bedeutet in der Eisenbahnstraße, wo es eng wird, dass dort die Bordsteine versetzt werden müssen, die Straße insgesamt schmaler wird, von 6,30 Meter auf 6 Meter in der Breite schrumpft.

Die ausgedienten alten Stellwerke „Mo“ und „Mar“ sollten abgerissen werden. Das sei aber nicht Bestandteil dieser Planungen, so die Bahn. Ebenfalls tangierend laufen Pläne, den Bahnhof Großlehna umzubauen. Dies geschehe voraussichtlich in den Jahren 2022/2023, erklärt die Bahn. Sie hat lediglich die beabsichtigte neue Bahnsteiglänge in ihre Lärmschutzplanungen mitaufgenommen.

Teile der Markranstädter Innenstadt entlang der Hauptverkehrsachsen gelten als lärmgeplagt. Bei einer Kartierung vor gut zwei Jahren war herausgekommen, dass in 336 Wohnungen das Leben sogar gesundheitsschädlich sei. Damals war die Bahn als Lärmquelle noch nicht einmal einbezogen gewesen, weil die Linie mit 58 000 Bewegungen pro Jahr noch knapp unter der gesetzlichen Schwelle von 60 000 liegen, ab der Lärm einbezogen werden müsse, hieß es damals.

Der Bau jetzt geht auf das Programm "Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes“ zurück, auf dass sich die Regierungskoalition 1998 geeinigt hatte.

Update: Die Bann hat die in den Unterlagen genannten Termine geändert. Danach soll erst 2021/2022 gebaut werden.

Von Jörg ter Vehn

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