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Markranstädt Landkreis Leipzig baut für 16,5 Millionen Euro Straßen aus
Region Markranstädt Landkreis Leipzig baut für 16,5 Millionen Euro Straßen aus
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13:16 03.01.2019
Der grundhafte Ausbau der Kreisstraße zwischen Förstgen und Kössern konnte im Dezember beendet werden. Insgesamt hat der Landkreis Leipzig in den vergangenen zwei Jahren 16,5 Millionen Euro in die Erneuerung von Kreisstraßen investiert. Quelle: Thomas Kube
Landkreis Leipzig

Ein ordentliches Pensum hat der Landkreis in den vergangenen beiden Jahren bei der Modernisierung von Kreisstraßen bewältigt. „Insgesamt konnte ein Investitionsvolumen von 16,5 Millionen Euro abgearbeitet werden“, erklärte kürzlich der Erste Beigeordnete des Landkreises, Gerald Lehne. Erst im Dezember packten die Baufirmen ihre Gerätschaften an zwei der umfangreichsten Baustellen zusammen. So wurde die Straße zwischen Kössern und Förstgen wieder freigegeben. Nach fast zwei Jahren atmet auch Güldengossa (Gemeinde Großpösna) wieder auf. Hier hatten Lehne und die Großpösnaer Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch erst am 17. Dezember das Band zerschnitten, so dass der Verkehr seitdem wieder rollt. Großpösna ist auch ein Beispiel dafür, dass es für Vorhaben einen langen Atem braucht. Obwohl bereits 2008 über Landkreis und Gemeinde eine Vorplanung im Rahmen einer Paragraf-4-Maßnahme über die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) in Auftrag gegeben wurde, ließ das Baurecht dann noch bis 2015 auf sich warten.

Auch der Raum Frohburg/Geithain bildete einen Schwerpunkt der Bautätigkeit. Hier konnten die Ortsdurchfahrten Elbisbach und Tautenhain fertiggestellt werden. In Greifenhain wurde zudem die Fahrbahn erneuert. Noch im Dezember erreichten die Ortsdurchfahrt Neukirchen und der Ausbau der Kreuzung in Ammelshain die Ziellinie. Die Narsdorfer müssen sich laut Dorothea Gronemann, Sachgebietsleiterin für Planung und Bau von Kreisstraßen im Landratsamt, noch ein wenig in Geduld üben. „Die Fertigstellung der Ortsdurchfahrt ist für das erste Quartal 2019 vorgesehen.“ Die Arbeiten ziehen sich seit 2017 hin und stellen mit 3,4 Millionen Euro die größte Einzelmaßnahme im Landkreis dar.

Im April soll Ortsdurchfahrt Wolfshain fertig sein

Ein weiterer Schwerpunkt war der Brandiser Ortsteil Wolfshain. In die Runderneuerung der Ortsdurchfahrt fließen 1,3 Millionen Euro. Geplantes Bauende laut Dorothea Gronemann ist April 2019. „Wie bei vielen anderen Maßnahmen auch hat der Landkreis sich hier mit dem zuständigen Zweckverband und der Kommune abgestimmt“, betonte Beigeordneter Gerald Lehne. „Dadurch laufen die Maßnahmen mitunter später an, aber langfristig macht es mehr Sinn, eine Straße nicht mehrmals aufzureißen.“ So stimme man sich mit den kommunalen Akteuren ab, wenn zum Beispiel Wasser- und Abwasserleitungen verlegt werden sollen.

Bahnübergänge in Großdalzig und Zitzschen im Programm

Mit im Boot ist der Kreis auch beim Ausbau von Bahnübergängen. „Als Gemeinschaftsaufgabe mit der Deutschen Bahn wurden im Jahr 2018 zwei Übergänge in Großdalzig und Zitzschen erneuert“, berichtete die Sachgebietsleiterin. Die Übergänge gehörten zu den letzten von mehr als 2400 bundesweit, die im Zuge der Vereinheitlichung der Andreaskreuze zwischen Ost und West umgerüstet wurden. Auch neue Schranken und Gleisbereiche wurden installiert.

Teilortsumgehung Ammelshain von Sammelklage bedroht

Bei mehreren Vorhaben wird der Landkreis aber auch ausgebremst. Ein seit vielen Jahren diskutiertes Vorhaben ist im Naunhofer Ortsteil Ammelshain ins Stocken geraten. „Der Planfeststellungsbeschluss zur geplanten Teilortsumgehung wird durch eine Sammelklage angegriffen“, so das Landratsamt. Um die Ortschaft vom Schwerlastverkehr zu entlasten, den der Steinbruch am Klengelsberg in Altenhain verursacht, ist die Piste seit längerem im Gespräch. Doch durch die juristische Gegenwehr sei derzeit nicht absehbar, wie die Sache ausgeht, so die Sachgebietsleiterin. Schon ewig lässt eine Hangsicherung in einem historisch sensiblen Bereich von Ossa auf sich warten. Hier bereitet eine marode Stützwand den Planern Kopfzerbrechen. „Weil die obere Denkmalschutzbehörde darauf besteht, dass die Mauer saniert wird, muss völlig neu geplant werden.“ Baurecht soll nach Möglichkeit 2019 hergestellt und 2020 gebaut werden.

Verfahren in Hopfgarten wird mindestens ein Jahr dauern

In Hopfgarten wiederum tun sich Anwohner schwer, für ein Vorhaben Grund und Boden herzugeben. „Hier macht sich ebenfalls ein aufwändiges Planfeststellungsverfahren erforderlich, das mindestens ein Jahr dauern wird“, prophezeit Dorothea Gronemann. Verschieben wird sich ebenso der eigentlich für 2018 geplante weitere Ausbau in Elbisbach. Hier sei es nicht gelungen, rechtzeitig den Förderantrag zu stellen, so dass die Bagger erst 2020 anrollen.

8,6 Millionen Euro für Straßenbau im Doppelhaushalt vorgesehen

Neuerdings müssen sämtliche Anträge für das wichtigste sächsische Förderprogramm im kommunalen Straßenbau bis Ende Oktober für das jeweilige Folgejahr beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr eingereicht werden. Für folgende Vorhaben hat der Kreis aktuell Zuschüsse beantragt: den Ausbau der Ortsdurchfahrten Thierbach und Oelzschau, die Verbreitung der S 23 in Körlitz sowie den Ausbau der Kreisstraße zwischen Kleinbardau und Glasten sowie zwischen Rüdigsdorf und Kohren-Sahlis. Gleiches trifft auf die Sanierung der Brücke über die Freiberger Mulde in Podelwitz zu. Auch hier erhofft sich der Landkreis Zuschüsse, um 2019 loslegen zu können. Im kürzlich beschlossenen Doppelhaushalt für 2019/2020 sind für Arbeiten an Kreisstraßen rund 8,6 Millionen Euro vorgesehen.

Von Simone Prenzel

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