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Markranstädt Landratsamt will Schranke abbauen – aber nur für Umleitung im Sommer
Region Markranstädt Landratsamt will Schranke abbauen – aber nur für Umleitung im Sommer
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09:00 12.04.2016
Deutlich zu sehen: Hier dürfen nur landwirtschaftliche Fahrzeuge durch. Dennoch wird die Schranke in Frankenheim ständig demoliert und gewaltsam geöffnet. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Dauerthema in Frankenheim sind die Pläne für die gern als illegale Abkürzung genutzte Priesteblicher Straße und das gewalttätige Beseitigen der dortigen Schranke. So auch im jüngsten Stadtrat, wo sich zumindest für einen Teil der Zukunft eine legale Lösung ergab.

Dort beklagte eine Vertreterin einer neuen Bürgerinitiative, dass die Schranke des landwirtschaftlichen Weges schon wieder zerstört worden sei. Am Montag vormittag war sie zumindest wieder in Betrieb – wenn auch demoliert. Das ständige Auf und Zu dürfte demnächst aber zumindest vorübergehend ein Ende haben. Bürgermeister Jene Spiske (FWM) überraschte im Stadtrat die Anwesenden mit der Ankündigung, dass der Kreis den sonst nur für die Landwirtschaft freien Weg als Umleitungsstrecke während der Deckensanierung in Frankenheim plane. Näheres wisse er aber nicht.

Kreissprecherin Brigitte Laux bestätigte die Pläne. „Wir sind aktuell in der Vorplanung der Deckenerneuerung für die Ortsdurchfahrt Lindennaundorf“, erklärte sie auf Anfrage. Die Arbeiten fänden voraussichtlich in den Sommerferien statt.

Dabei müssten im ersten Bauabschnitt die Miltitzer Straße, sowie die Priesteblicher Straße einschließlich des Kreuzungsbereiches zur Bienitzstraße für zirka zwei Wochen gesperrt werden . Die Umleitung für diese Baumaßnahme werde voraussichtlich über die B 186 und B 181 führen.

„Die Zufahrt für die Anwohner in dem Dreieck Bienitzstraße/Priesteblicher Straße kann für diese zwei Wochen nur über die Priesteblicher Straße erfolgen“, erläuterte sie. Das bedeute, dass voraussichtlich für zwei Wochen die Priesteblicher Straße bis zur Straße „An den Windmühlen“ nur für Anwohner befahrbar sein wird. Für jeden anderen Verkehr – bis auf die Landwirtschaft – bleibe die Straße jedoch gesperrt.

Um den Verkehr aufzunehmen, ist für die Umleitungsstrecke eine Ertüchtigung geplant. So werde die Priesteblicher Straße an manchen Stellen auf fünf Meter verbreitert, kündigte Laux an. Die Einmündung auf die Straße An den Windmühlen solle zudem über eine Ampelregelung erfolgen. Die Vorplanung sei noch nicht mit allen bis zu Ende abgestimmt, gab Laux zu bedenken. Gleichwohl gebe es für die Zuwegung für die Anwohner in dem besagten Dreieck Bienitzstraße/Priesteblicher Straße während der Bauzeit kaum eine andere Möglichkeit.

Über Öffnung oder Schließung der Priesteblicher Straße gibt es unterschiedliche Meinungen. Während unmittelbare Nachbarn mehr Verkehr fürchten und die Straße geschlossen sehen möchten, plädiert der Ortschaftsrat dafür, den offensichtlichen Bedarf für den kürzeren Weg nach Markranstädt zu sehen und eine für alle verträgliche Lösung zu finden. Bisherige Pläne des Bauamtes lagen aber jeweils bei Kosten von weit über einer Million Euro. Pläne einer geforderten Minimalvariante stehen noch aus.

Von Jörg ter Vehn

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