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Markranstädt "Lehrerfreier Raum" kommt in Sicht
Region Markranstädt "Lehrerfreier Raum" kommt in Sicht
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14:28 19.05.2015
Noch ist Phantasie nötig, um sich in dem früheren Heizungskeller der Schule einen "lehrerfreien Raum" für die Schüler vorstellen zu können. Quelle: Jörg ter Vehn

Die beiden Schulleiterinnen seien dabei gewesen, Vertreter der Stadtverwaltung, der Schulsozialarbeiter, Elternvertreter, ein Bausachverständiger - selbst der Ältestenrat des Stadtrates sei eingeladen gewesen, berichtete die Erste Beigeordnete Beate Lehmann. Vertreter der Schüler seien allerdings nicht dabei gewesen, sollen nun im Nachgang über die Idee informiert und befragt werden.

Das Thema sei aber innerhalb der Schülerschaft bekannt, erzählte gestern Schulsozialarbeiter Christian Braun-Weidemann. Aus Gesprächen wisse er, es gebe Bedarf nach einer Rückzugsmöglichkeit auf dem Schulgelände, einem "lehrerfreien Raum".

In Frage dafür kommt der frühere Heizungskeller des Schulgebäudes. Der steht derzeit samt Nebengelassen, die sich zu Toiletten und einem zweiten Fluchtweg umbauen ließen, leer. Wichtiger aber noch: Der Keller verfügt über eine hohe Gewölbedecke, hat zwei Ebenen, schon vorbereitete Sitzstufen, einen eigenen Eingang zum Hof und strahlt mit seinen Pfeilern einen gewissen Charme aus. "Ich hatte nach der Besichtigung schon den Eindruck, dass sich gut was machen ließe", so Braun-Weidemann gestern. "Auch die Schulleiterinnen konnten sich hier gut eine Art Club vorstellen", bestätigte Lehmann.

"Da steckt viel Potenzial drin", meinte FDP-Stadtrat Marko Daubitz. Die Räume böten eine tolle Möglichkeit, die Schulformen Gymnasium und Oberschule "auf Schülerebene" zusammenzuführen. "Sie wären ein wichtiger Baustein für die Jugendarbeit in Markranstädt."

Bis dahin sind aber noch viele Fragen zu klären. So habe der Bausachverständige nötige Maßnahmen erläutert, eine Sanierung der Räume werde wohl mehr als 50 000 Euro kosten, sagte Lehmann. Gleichwohl sei manches ohnehin für den Erhalt des Gebäudes nötig, so die Beigeordnete. So drücke aus nicht verfüllten Kohlebunkern der Schule bei starkem Regen Wasser durch die Wand in den Heizungskeller, erklärte sie. Das müsse behoben werden. Dazu sei es nötig, den Fußweg aufzunehmen, die Bunker aufzufüllen, abzudichten und die geschädigte Wand trocken zu legen. Erst dann sei an eine Gestaltung zu denken. Wie und ob es damit weitergehe, müsse ohnehin der Stadtrat entscheiden.

Einen Anfang werden jetzt die Schüler selber machen. Braun-Weidemann hat diese Woche erste Gespräche geführt, um am "Genial-Sozial-Tag", dem 15. Juli, mit den Jugendlichen die Räume grundrein zu machen. Für die Schüler sei es wichtig, sich miteinbringen zu können, wenn dort etwas Neues entstehen solle, sagte Braun-Weidemann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014
Jörg ter Vehn

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