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Markranstädt Lesecafé fertig: Platz zum Schmökern und Chillen
Region Markranstädt Lesecafé fertig: Platz zum Schmökern und Chillen
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17:50 19.05.2015
Bekanntschaft mit der Stadtbibliothek: Das neue Lesecafé der Bücherei im Schulkomplex soll mit seiner modernen Einrichtung auch Anreize für junge Leute schaffen, sich etwa in den Pausen mal wieder mit Büchern zu beschäftigen. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Martin, 17 Jahre und als Leipziger dennoch auf dem Gymnasium in Markranstädt, setzte gestern erstmals den Fuß in die Stadtbibliothek. Ebenso sein gleichalter Kumpel Justin - obwohl ihre Schule keinen Steinwurf entfernt liegt, die Stadtbibliothek das Hofgebäude im Schulkomplex nutzt. "Wenn ich Infos brauche, hol ich sie mir aus dem Internet", meinten die beiden unisono. Und mehr Zeit zum Lesen hätten sie als Elftklässler kaum, meinte Susanne, die immerhin als Schülerin in der sechsten oder siebten Klasse schon mal in der Bibliothek war.

Violettfarbener Boden, hellblaue Wände, viel Licht und Sitzmöglichkeiten am Fenster: Ansprechend fanden die Gymnasiasten das neue Lesecafé samt Sofa, Sitzkissen und Getränkeauswahl gestern schon. "Wenn andere mitkommen, könnte man hier schon mal seine Pausen verbringen", meinte zum Beispiel Robert gestern.

Diese Hoffnung hegte auch die Stadtverwaltung, als sie den Umbau der Stadtbibliothek anschob. Wie berichtet, war im Hof die frühere marode Turnhalle komplett umgebaut, ein Teil auch zu Klassenzimmern für das Gymnasium gemacht worden. Der an die Bibliothek grenzende Teil wurde ihr zugeschlagen, um einen fünf Meter in den Schulhof ragenden Anbau ergänzt. Dieser ist unten weitgehend verglast, erlaubt dadurch Einblicke und soll die Schüler neugierig machen auf die Bücherei und ihrer Angebote.

"Das Lesecafé soll die Stadtbibliothek attraktiver machen", umreißt Stadtsprecherin Heike Helbig den Grund für den Anbau. Zugleich solle das Café in seiner modernen Ausstattung den Schülern auch Anreize bieten, dort zum Beispiel ihre Freistunden zu verbringen - und dabei das Medienangebot zu entdecken, so der Hintersinn.

Bibliothekschefin Petra Stiehler setzt zudem auf die Attraktivität der Lese-nächte, die nach dem Umbau jetzt wieder stattfinden könnten. Dafür hat sie jetzt deutlich mehr Platz, denn über dem Lesecafe befindet sich ein weiterer Raum für Veranstaltungen, über den auch ein großer Balkon erreichbar ist.

Siegrun Siebelist, 72, fand die neuen Räume gestern jedenfalls "ansprechend". Freundin Renate Hofmann (70) glaubt ebenfalls an das Konzept: "Ich denke, das wird", sagte sie beim Kaffee mit Nachbarin Elisabeth Kluge (69).

Die Stadtbibliothek im Schulkomplex umfasst nach Stiehlers Angaben rund 18000 Medien, darunter auch etliche Zeitschriften (selbst die "Micky Maus") und hat bislang etwa 530 dauerhafte Leser. Rund 39000 Ausleihen würden im Jahr verzeichnet, erzählte die Leiterin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.02.2013

Jörg ter Vehn

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