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Markranstädt Lob und Anerkennung, aber auch Sorgen bei der Feuerwehr Markranstädt
Region Markranstädt Lob und Anerkennung, aber auch Sorgen bei der Feuerwehr Markranstädt
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13:56 19.05.2015
Stolze, starke Wehr: Trotz eindrucksvoller Zahl wie hier beim Feuerwehrball sorgt sich die FF Markranstädt wie fast alle Wehren um ihre Präsenz tagsüber. Quelle: Jörg ter Vehn

Mit 92 Einsätzen hätten sie in diesem Jahr schon 23 mehr gehabt als noch 2013, berichtete Stadtwehrleiter Thomas Haetscher.

Die Wehr ist engagiert. Das belegte Haetscher mit eindrucksvollen Zahlen: Lehrgänge auf Länder- und Kreisebene, Ausbildung auf kommunaler oder Ortsebene - "so kommen fast 11 000 Stunden zusammen", rechnete er vor. Zeit, die die Kameradinnen und Kameraden in ihrer Freizeit erbracht hätten. Das verdiene Anerkennung und Würdigung, meinte er unter dem Applaus der Ballbesucher.

Die Wehr geht neue Wege. Haetscher erzählte von der neu gebildeten Truppe aktiver Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehren Albersdorf, Kulkwitz und Seebenisch. Zehn Angehörige dieser Wehren hätten sich schon bereiterklärt, mitzuarbeiten. "Ich hoffe, dass sich noch weitere anschließen", meinte Haetscher. Wie berichtet, sind diese drei Ortswehren zu klein, um zu überleben. Der Zeitpunkt der Zusammenlegung sei aber noch offen, so der Stadtwehrleiter.

Die Wehr ist einsatzbereit, aber nicht immer stark. Tagsüber werde die Einsatzbereitschaft nur durch die wenigen Kameraden gewährleistet, die in der Stadt arbeiten, warnte Haetscher. Er schlug vor, dass die Stadt Betriebe sensibilisiert, nach Möglichkeit mehr Feuerwehrangehörige freizustellen. Diese könnten auch doppelt Wehrmitglieder sein, so an ihrem Arbeits- und an ihrem Wohnort ausrücken, meinte er. Die Stadt selbst könnte bei Stellenausschreibungen Feuerwehrangehörige bevorzugen. Nur eine Mischung aus diesen drei Vorschlägen könne auf Dauer Abhilfe schaffen.

Die Wehr ist würdevoll. Die jungen Mitglieder freuten sich über die Beförderungen ihrer Kameraden und Kameradinnen, klatschten aber genauso respektvoll Applaus den ein Dutzend Kameraden, die 40, 50 oder gar 60 Jahre schon dabei sind. Auch Bürgermeister Jens Spiske, nach eigenen Worten früher bei der Jugendfeuerwehr gewesen, würdigte die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden. Diese müssten heute viel mehr können, mitunter mehr als so mancher im Vollzeitjob, so Spiske.

Die Wehr kann feiern. Das Männerballett des MCC brachte sie schon mal in Schwung und sorgte für Kreischalarm. Später ging es unterem mit Helene Fischer "atemlos durch die Nacht".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.12.2014
Jörg ter Vehn

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