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Markranstädt Lutherlinde an Sankt Laurentiuskirche erinnert an Feier für 300 Jahre Reformation
Region Markranstädt Lutherlinde an Sankt Laurentiuskirche erinnert an Feier für 300 Jahre Reformation
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16:18 28.12.2009
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. Mit dieser Serie stellt die LVZ Gotteshäuser in der Region vor. Heute: die Sankt Laurentiuskirche.

In Markranstädts Mittelpunkt liegt die Sankt Laurentiuskirche als ruhender Gegenpol nahe der stark vom Autoverkehr genutzten Kreuzung. Das Gotteshaus, das zur Kirchgemeinde Markranstädter Land gehört, ist dort das einzige historische Gebäude aus dieser Zeit und wurde bis 2005 zwar umfangreich, aber fehlerhaft saniert (die LVZ berichtete).

Die evangelisch-lutherische Stadtpfarrkirche ist eine einschiffige spätgotische Hallenkirche. Sie wurde von 1518 bis 1525 unter anderem auch aus Bauteilen eines kleineren, vermutlich romanischen Vorgängerbaus errichtet. Bis 1559 war sie von einem Friedhof, dem heutigen Marktplatz umgeben. Auf diesem steht zwischen Pfarrhaus und Kirche an der Schulstraße noch die 1949 nachgepflanzte Lutherlinde. Das Original wurde bei einem der bedeutenderen Feste im Jahr 1843 zur Zeit von Pfarrer Franz Eduard Weißbach zum Andenken an jenen Tag in die Erde gebracht, an dem sich die Einführung der Reformation in Markranstädt zum 300. Mal jährte. Da die „Lutherlinde“ jedoch am 25. Dezember 1946 von einem starken Sturm entwurzelt wurde, pflanzten Gemeindemitglieder drei Jahre später an selber Stelle einen neuen Baum.

Noch nicht ausgestanden ist für Pfarrer Michael Zemmrich der seit drei Jahren währende Rechtsstreit um die mangelhaft ausgeführte Sanierung der Kirchenfassade. Zuletzt haben die Richter des Oberlandesgerichtes Dresden den Vorwurf der Befangenheit zurückgewiesen. Laut Urteil des Landgerichtes Leipzig sind das beklagte Ingenieurbüro sowie die Baufirma verpflichtet, für sämtliche Kosten inklusive der Ausbesserung der Putzschäden aufzukommen. Ob die Beklagten weitere Schritte unternehmen, ist noch unklar.

„Dass es der Gemeinde gelungen ist, die Kirche zu öffnen, sodass sie von unterschiedlicher Klientel genutzt wird“, verbucht Zemmrich als Erfolg. Ein Beispiel dafür sind die etablierten musikalischen Auftritte. Das Silvesterkonzert ist für den 31. Dezember geplant. Ab 17 Uhr spielen die Salonphilharmoniker Leipzig. Karten kosten zehn Euro. Die Silvesterandacht beginnt daher bereits um 15.30 Uhr im Weißbachhaus.

 

Kendra Reinhardt

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