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Markranstädt Manfred Schwung entschuldigt sich bei Wählern wegen „größtem Irrtum“
Region Markranstädt Manfred Schwung entschuldigt sich bei Wählern wegen „größtem Irrtum“
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17:00 27.01.2016
„Mein größter Irrtum“: Manfred Schwung (l.) hier 2011 mit dem Vorstand der FWM, rechts Bürgermeister Jens Spiske. Quelle: Kempner
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Markranstädt

Das gibt es auch nicht alle Tage: Unter der Überschrift „Mein größter Irrtum“ hat sich Manfred Schwung, im Jahr 2012 erfolgreicher Wahlkampfmanager von Bürgermeister Jens Spiske (FMW), jetzt demonstrativ bei den damals 4084 Spiske-Wählern entschuldigt.

In einer zweiseitigen Erklärung erläutert der umstrittene, aber immer aufmerksame Polit-Pensionär (74) seine Beweggründe, die ihn als Gegner der Politik von Ex-Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) im November 2011 die Freien Wähler Markranstädt mitgründen ließen. „An die vielen Versprechen von 2012 des Bürgermeisters kann ich mich noch genau erinnern, wie zum Beispiel Bürgernähe, Transparenz, Offenheit, kurzfristige Sanierung des Sportcenters, keine Geheimniskrämerei, keine Schwarzbauten, keine Missachtung des Bürgerwillens und vieles mehr“, schreibt er. „Kurzum, alles sollte anders und besser werden.“

Die Ernüchterung folgte. Die Freien Wähler, seit ihrer Gründung schon vier Mal an der Spitze umgebildet und aktuell auch durch den Mitgliederschwund kurz vor der Auflösung, verließ Schwung bereits im November 2013. Und mit den Zielen des Bürgermeisters lasse es sich auf einen Punkt bringen, resümiert der Bürgermeister-Macher: „Es ist alles anders, aber viel schlimmer als früher!“

Der Neujahrsempfang habe gezeigt, es gebe gegenüber den Vorgängern nichts auf der Habenseite, was erwähnenswert wäre. Und das Hotel Gutenberg könnte noch da sein, „wenn der Bürgermeister nicht so eine naive, populistische und entscheidungslose Asylpolitik ohne Mitnahme der Bürger und des Stadtrates betrieben hätte“, glaubt Schwung.

Vor diesem Hintergrund wolle er sich bei allen Spiske-Wählern entschuldigen, „die ich möglicherweise durch mein Zutun 2012 motiviert, vielleicht auch verleitet habe, diesen Bürgermeister zu wählen, obwohl weder von mir, noch von anderen diese Entwicklung im Rathaus und bei den FWM im Voraus so zu sehen war.“

Von Jörg ter Vehn

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