Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt "Markranstädt erstickt im Stau"
Region Markranstädt "Markranstädt erstickt im Stau"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:49 21.07.2010
Anzeige
Markranstädt

Beschwerden von Anwohnern über die Verkehrsbelastung hatte es immer mal wieder gegeben. Doch seit der Vollsperrung der Siemensstraße im Gewerbegebiet Nord-Ost, ist die Lage so unerträglich geworden, dass nun auch das Rathaus Alarm schlägt und meint: „Markranstädt erstickt im Stau“.

Da seit Ende Juni wegen Bauarbeiten die Siemensstraße nicht nutzbar ist, komme es in der Innenstadt um die Bundesstraßen zu massiven Verkehrsstaus, konstatiert das Rathaus. Kurz vor dem Bahnübergang direkt im Ortszentrum trifft die B 186 auf die B 87. Die Ampel auf der Kreuzung erschwert den Verkehrsfluss zusätzlich. Als Folge steht der überörtliche Durchgangsverkehr während des Berufsverkehrs oft bis zum Ortsausgang Richtung Zwenkau. Durch die starke Befahrung komme es zu erheblichen Lärm-, Abgas- und Alltagsbelastungen der Markranstädter Bevölkerung, die dauerhaft nicht hinnehmbar sind, resümiert die Stadtverwaltung und hat daraus auch Schlüsse auf die Nutzung der Siemensstraße gezogen.

Die momentane Situation verdeutlicht, dass die als Gemeindestraße ausgelegte Siemensstraße, die südlich an die B 87 und westlich an die B 186 grenzt und die ICE-Trasse mittels einer Brücke kreuzt, kontinuierlich als Umgehungsstraße für den überörtlichen Durchgangsverkehr zwischen der Stadt Leipzig und dem Landkreis Leipzig genutzt wird, heißt es. Die eigentlich dafür vorgesehenen Bundesstraßen 186 und 87 würden dieser Funktion in keiner Weise gerecht. Auch die für Schuljahresbeginn geplante Freigabe der Siemensstraße löst das Problem aus Sicht der Stadt nicht.

„Die kommunale Straße wird durch die Stadt nicht vorgehalten, um den überörtlichen Durchgangsverkehr aufzunehmen, sondern hat ihre Funktion als Anbindung der Gewerbegebiete Nord-Ost und Ranstädter Mark“, erklärt Bürgermeisterin Carina Radon (CDU). Sie bekräftigt ihre Forderung gegenüber dem Straßenbauamt Leipzig nach einem „zeitnahen Bau einer Ortsumgehung für die Kernstadt Markranstädt“. Dadurch erhofft sie sich eine enorme Steigerung der Lebensqualität und eine günstigere Ausgangssituation für Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt mit Einzelhandel, Gastronomie und Veranstaltungen.

Rainer Förster, Leiter des Straßenbauamtes Leipzig, erklärt, seine Behörde prüfe derzeit, ob und wo konfliktarme Korridore im Bereich Markranstädt bestehen. „Die Ergebnisse sollen dann bei der weiteren Vorplanung einer möglichen Bahnübergangsbeseitigung im Zuge der B 186 verwendet werden“, so Förster. Eine zeitliche Einordnung sei aber aktuell noch nicht möglich.

Kendra Reinhardt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ob Bäckermeister, Mechatroniker oder Schneider – handwerkliche Berufe spielen in einigen Bereichen des Alltags eine wichtige Rolle. Diese Vielfältigkeit möchte die Stadt auf ihrer 2. Markranstädter Unternehmermesse (Mum) abbilden, berichtete Claudia Lutz aus der Verwaltung.

20.07.2010

In Seebenisch soll am Montag der Bahnübergang an der Kreisstraße auf Höhe der Ernst-Thälmann-Straße gesperrt werden. Das hat für die Anwohner unangenehme Folgen.

19.07.2010

[image:phphWrybJ20100718155013.jpg]
Markranstädt. Eine der Ersten auf der Tanzfläche schwang die Arme hingerissen im Takt und hopste in Kleidchen und Pamper, keine zwei Jahre alt, munter auf der Festwiese in Seebenisch herum.

18.07.2010
Anzeige