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Markranstädt Markranstädt erwartet für 2010 Einnahmen von über vier Millionen Euro
Region Markranstädt Markranstädt erwartet für 2010 Einnahmen von über vier Millionen Euro
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17:46 09.02.2010
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. Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann hofft, dass der gute Branchenmix Einbußen abmildert.

„Von 2006 bis 2007 war es ein Wahnsinnsschritt“, rekapitulierte Lehmann die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen der letzten vier Jahre. So erhielt Markranstädt 2006 insgesamt 3,29 Millionen Euro, 2007 erhöhte sich das Aufkommen auf stattliche 5,05 Millionen Euro. 2008 betrug es 5,15 Millionen Euro. Für den Jahresabschluss 2009 wurden hingegen nur noch 4,6 Millionen Euro veranschlagt. Für dieses Jahr geht die Verwaltung lediglich von 4,25 Millionen Euro als Planansatz. Die Zahlen ergeben sich aus Veranlagungen des Finanzamtes und basieren auf Prognosen. Genaue Zahlen liegen jeweils zwei Jahre später vor.

Noch unklar sei daher auch, wie sich die Gewerbesteuerreform vom 1. Januar 2008 auswirkt, da viele Betriebe das Jahr erst noch abrechnen, so Lehmann. Ab 24 500 Euro Gewinn gilt für Firmen seitdem bereits die Steuermesszahl von 3,5 Prozent. Dies benachteilige kleinere Betriebe, die vorher von der gestaffelten Steuermesszahl profitierten, so Lehmann. Die Zahl der Gewerbesteuerzahler ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Sie lag Anfang 2009 noch bei 160 und liegt inzwischen bei 173 Unternehmen. „Die Hälfte der Gewerbesteuereinnahmen erhalten wir von den 20 stärksten Zahlern“, unterstrich Lehmann.

Die Firmen haben zwar die Möglichkeit, ihre Vorauszahlungen auf Antrag beim Finanzamt zu ändern, wenn die Gewinne im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich sinken, sagte Lehmann. „Nennenswert für unsere Steuereinnahmen ist das bisher nicht gewesen“, stellte sie klar. In der Stadt sind verschiedenste Branchen angesiedelt. Handel, IT, Fahrzeuge, Versicherungen, Metall, Logistik, Dienstleister, Bau und Handwerk sind in den fünf Gewerbegebieten zu finden. „Aber ob die Wirtschaftskrise deswegen komplett an uns vorbeigeht, können wir nicht sagen“, so Lehmann.

„Im Handwerk haben wir Firmen, die seit Jahren zu den stabilen Gewerbesteuerzahlern gehören und nun auch vom Konjukturpaket II profitieren“, so die Beigeordnete. Günstig für diese sei die Nähe zu Leipzig, andere übernähmen auch Aufträge in Süddeutschland. Obwohl der Gewerbesteuerhebesatz in den Nachbarkommunen höher liegt, ist er seit Jahresanfang um fünf Punkte von 380 auf 375 gesenkt worden. „Rund ein Drittel des Volumens des Verwaltungshaushaltes mit einem Etat von 16 Millionen Euro stemmen wir aus der Steuerkraft der Unternehmen“, erinnert Lehmann. Die Kommune wolle „nicht nur Nutznießer sein, sondern auch in schlechten Zeiten etwas zurückgeben“, erklärt sie den Beschluss. „Das wird von Firmenchefs gelobt, übt aber eben auch keine Magnetkraft aus“, sagte Lehmann. Bereits vorher sei der Hebesatz neun Jahre lang stabil und damit kalkulierbar gewesen, betonte sie.

Laut der Kassenstatistik des Freistaates Sachsen, zum Zeitpunkt 31. Dezember 2009, entfallen auf Markranstädt je Einwohner 334 Euro Gewerbesteuer, wahrend es im rund 24 000 Einwohner starken Markkleeberg 253 Euro sind. Dagegen betrug der Wert beim Gemeindeanteil der Einkommensteuer in Markranstädt 208 Euro pro Einwohner, in Markkleeberg 215.

Kendra Reinhardt

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