Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Markranstädt hat aufgerüstet: Knapp 700 Knöllchen im Monat verteilt
Region Markranstädt Markranstädt hat aufgerüstet: Knapp 700 Knöllchen im Monat verteilt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 16.06.2016
Mehr Knöllchen als je zuvor wurden im Vorjahr in Markranstädt verteilt. Quelle: dpa
Anzeige
Markranstädt

Mit zwei neuen Mitarbeitern im Ordnungsamt sowie einer aufgestockten Stelle werden seit vorigem Sommer in Markranstädt deutlich mehr Verwarnungen ausgesprochen und Strafanträge gestellt. Gerade in den Abendstunden ist das vielen Stadträten aber noch zu wenig.

Er sei ein bisschen enttäuscht, sagte der CDU-Fraktionschef Volker Kirschner in der jüngsten Stadtratssitzung bei der Vorstellung der Zahlen des Ordnungsamtes durch deren Abteilungsleiterin Ursula Wagner. Mit den zwei zusätzlichen Stellen im Vorjahr habe er eigentlich angenommen, dass die Schichtarbeit auf 22 Uhr ausgeweitet worden sei. Er finde es „bedenklich“, dass die Arbeit des Ordnungsamtes zwischen 18 und 20 Uhr aufhöre. Immerhin gebe es auch danach noch viele Falschparker.

In das Horn stieß auch der Frankenheimer Ortschef und CDU-Stadtrat Jens Schwertfeger: Gerade abends geschehe vieles verkehrswidrig, würden Gehwege auch behindernd zugeparkt, erzählte er. Und Stadträtin Ingrid Barche (BfM), Ortschefin in Göhrenz, bat um Zahlen, was in den zahlreichen Ortschaften der Stadt an Kontrollen unternommen worden sei.

Die konnte Wagner nicht vorlegen, wohl aber berichten, dass ihre Mitarbeiter in den Sommermonaten bs 20 Uhr, umschichtig auch an den Wochenenden unterwegs sind. Arbeiten bis 22 Uhr sei arbeitsrechtlich nicht so einfach, das gehöre zur Nachtschicht. Sie erinnerte die Räte daran, dass gerade für diese Zeit ein Wachdienst in der Stadt im Sommer tätig sei und bezahlt werde. Der darf allerdings keine Knöllchen verteilen. „Ausbaufähig“ sei die Arbeit des Amtes, meinte Bürgermeister Jens Spiske (FWM).

Knöllchen gab es im Vorjahr deutlich häufiger als je zuvor. Der August vorigen Jahres sei mit knapp 700 Verwarnungen der Spitzenmonat bislang gewesen, so Wagner. Allerdings deute sich ein starker Anstieg auch jetzt schon wieder an. Von den Einnahmen liege der April 2016 bei knapp 7000 Euro, im August vorigen Jahres seien es 8400 Euro gewesen.

Immer mehr Arbeit komme auf das Ordnungsamt zu. Manche Aufgaben könnten auch nur zu zweit wahrgenommen werden, etwa bei schwierigen Rechtslagen oder aufbrausenden Bürgern. Und während es 2014 gar keine Versammlungen abzusichern galt, seien 2016 elf angemeldet worden. Im Vorjahr seien 28 Strafanträge meist wegen Sachbeschädigung gestellt worden, in diesem Jahr bis Ende April schon elf.

Von Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am heutigen Donnerstag beginnt das Markranstädter Kinderfest. Für den Rummel auf der Festwiese wird dabei erstmals kein Eintritt fällig – nicht ganz freiwillig.

16.06.2016

Wer übt, fällt ja seinen Kollegen in den Rücken. Irgendwie. Streber, Besserwisser, Aufsteiger und so heißt es dann. Etwas besser können ist dieser Tage im Rathaus Markranstädt aber gern gesehen: Laufen!

14.06.2016

Fußball-Europameisterschaft, Deutschland-Spiel und zugleich Kinderfest-Auftakt? Das passt eigentlich kaum zusammen. Es sei denn, man macht aus der Not eine Tugend und aus dem Festzelt eine Public-Viewing-Arena mit einer zwei mal zwei Meter großen Videowand.

13.06.2016
Anzeige