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Markranstädt putzt sein Zentrum raus

Markranstädt putzt sein Zentrum raus

Auch wenn der Umbau der restlichen Leipziger Straße noch offen ist: Markranstädt putzt sein Zentrum raus. Der Stadtrat legte zudem als zweiter in Sachsen nach Leipzig einen Verfügungsfonds auf, mit dem die City schon während der Bauarbeiten belebt werden soll.

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In der Schulstraße in Markranstädt baggert Klaus Arnold von der Strabag. Das ganze Areal wird umgestaltet, der Marktplatz optisch vergrößert.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Der alte Asphalt ist schon weg, die Pflasterung mit hell-gelben, freundlichen Steinen läuft. In konzentrischen, von der Kirche ausgehenden Kreisen soll sich das Muster später einmal bis zum Sportzentrum fortsetzen und allen signalisieren: Das ist der verlängerte Markt von Markranstädt. Zumindest der erste Teil der Leipziger Straße von der Kreuzung etwa 140 Meter weit nordöstlich solle bis Ende September fertig sein, dann folge die Schulstraße bis zum Jahresende, erläuterte Heike Helbig von der Stadtverwaltung die Maßnahme, die in Regie der Stadt läuft, weil überwiegend ihre Flächen wie Geh- und Radwege betroffen sind.

Als Nebeneffekt des Umbaus, der auch die Bundesstraße etwas schmaler macht, werde der leidige Busparkplatz am Markt, der die wichtige Schülerachse Weißbachweg gefährde, verschwinden und an den Bahnhof umziehen können, erklärt Helbig.

Donnerstagabend verabschiedete der Stadtrat bei drei Gegen- und 14 Ja-Stimmen aber auch die Richtlinie zur Vergabe der Mittel aus dem „Innenstadtfonds Neues Zentrum Markranstädt“. Mit ihm können laut Vorlage investive Projekte fürs Zentrum wie etwa Begrünung, Spielgeräte, Beleuchtung, Ladenausbauten, einheitliche Markisen oder Sonnenschirme genauso gefördert werden etwa Marketingaktivitäten, Straßenfeste oder Kulturveranstaltungen. Der Fonds werde zu gleichen Teilen aus privaten und Städtebaufördermitteln des Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ finanziert, so Helbig. Jeder private Euro zur Entwicklung des Gebietes werde mit einem Euro aus dem Förderprogramm bezuschusst. Zum Start seien 20 000 Euro im Topf. Die Stadt bringe dafür als Eigenmittel ihr Preisgeld (6000 Euro) aus dem City-Wettbewerb „Ab in die Mitte“ ein und lege noch 4000 Euro drauf. Geplant sei, auch den Überschuss aus den Standgeldern der Unternehmermesse dort einfließen zu lassen.

Ein Gremium aus zwei Gewerbetreibenden der City, einem Stadtrat und je einem Mitarbeiter von Wirtschaftsförderung, Öffentlichkeitsarbeit und dem Bauamt soll über die Vergabe der Mittel entscheiden. Heike Kunzemann (Linke) begrüßte die Richtlinie als „schön“ und „schon lange überfällig“, hielt aber die Besetzung mit so vielen Rathausmitarbeitern für „nicht ausreichend demokratisch legitimiert“. Helbig erwiderte, es sei Ziel der Stadt und auch der Fördermittelgeber, dass sich die Verwaltung auf Dauer ganz herausziehe. Laut Richtlinie könnten auch jederzeit beratende Gruppen einbezogen werden.

Helbig betonte gestern erneut die Vorreiterfunktion, weswegen noch viele Fragen offen seien. „Jetzt haben wir erst mal zwei bis drei Jahre Zeit, um alles zu entwickeln“, sagte sie. „Ein Erfolg wäre zum Beispiel, wenn sich dadurch ein Gewerbeverein gründen würde und die Händler sich besser zusammenarbeiten könnten.“

Sie hofft auch darauf, dass Gewerbetreibende während der Umbauphase der Leipziger Straße den Fonds nutzen, um mit speziellen Aktivitäten und Projekten besser über die Bauzeit zu kommen und/oder danach den Topf nutzen, um verschönert, verbessert und neu aufgestellt in die Zeit danach zu gehen. Vieles sei möglich, letztlich entscheide das Gremium.

Jörg ter Vehn

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