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Markranstädt Markranstädt will sich mit „Neues Zentrum 2.0“ weiter entwickeln
Region Markranstädt Markranstädt will sich mit „Neues Zentrum 2.0“ weiter entwickeln
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08:02 05.05.2018
Auch das Gelände an den alten MAF-Hallen in der Ziegelstraße soll saniert und neu geordnet werden. Quelle: Andre Kempner
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Markranstädt

Einstimmig hat der Stadtrat von Markranstädt am Donnerstagabend sein städtebauliches Entwicklungskonzept „Neues Zentrum 2.0“ auf den Weg gebracht. König-Albert-Park, Stadtbad und die Entwicklung des Areals an der Ziegelstraße gehören zu den Schlüsselprojekten.

Hartmut Kauschke vom Bauamt stellte den Räten das umfangreiche Papier vor, das zuletzt in den Ausschüssen noch ergänzt worden war. Wie berichtet, schreibt das vor allem räumlich größer gefasste Konzept das frühere zum „Neuen Zentrum“ fort und dient der Umsetzung von Maßnahmen, die über das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (SOP) öffentliche Gelder bekommen sollen.

Fördermittel entscheiden über Umsetzung

Zwei Schwerpunktgebiete außerhalb der eigentlichen Stadtmitte hat das Konzept ausgemacht: den Sport- und Freizeit-Bereich rund um das Stadtbad und den König-Albert-Park sowie das Areal „Soziokultur/Kreativwirtschaft“ rund um die ehemaligen Autofabrik-Hallen an der Ziegelstraße. In den Gebieten liegen auch die Schlüsselmaßnahmen, deren Umsetzung nach Meinung der Stadt eine besondere Bedeutung bei der Stadtentwicklung zukommt: die Sanierung des Stadtbades, des König-Albert-Parkes sowie der alten Maf-Werkshallen. Wann welche Maßnahme auch tatsächlich umgesetzt werden kann, hänge jedoch von der Verfügbarkeit der Fördermittel ab, so die Stadt in ihrem Konzept. Bis 2024 sind Gelder im Maßnahmenplan eingetaktet, größte Posten sind das Stadtbad mit geschätzten Kosten von knapp 2,6 Millionen Euro (bis 2020) und die Aufstockung/Erweiterung der Grundschule mit gut 1,4 Millionen Euro ab dem nächsten Jahr.

Platz für Kita oder Grundschule

Neu ins Konzept aufgenommen worden ist das Areal zwischen Ziegelstraße und Bahngleisen, das derzeit überwiegend mit Kleingärten genutzt wird. Bei diesen Flächen solle überprüft werden, inwieweit sie für die Innenstadterweiterung nach Norden genutzt werden können, so das Konzept. Gewerbe- und Wohnflächen kämen in Betracht, aber auch öffentliche Infrastruktur wie etwa eine weitere Grundschule oder Kita.

Teil des Maßnahmenkataloges sind auch kleinere Projekte wie die Umsiedelung der LAV-Containerstellplatzflächen nahe der Ziegelstraße, die Begrünung entlang der Bahngleise und die Umnutzung der früheren Katholischen Kirche als Familienzentrum oder Kita.

Weitere Themen im Stadtrat

– Die Risse in der Grundschule Kulkwitz werden größer. Bauamtsleiter Sven Pleße sieht die Ursache in den wechselnden Grundwasserständen, sichtbar auch an den Vernässungsflächen nebenan (die LVZ berichtete). Dort prüfen die Tagebausanierer der LMBV gerade Maßnahmen, wie der Wasserstand dauerhaft gesenkt werden kann. Erlaubt sei derzeit eine Höhe von 121,10 Meer über Normalnull, so Pleße. Die Stadt klage dagegen, wolle runter auf 120,75. Bis Ende Mai soll ein Baugutachter vorschlagen, was in der Grundschule zu tun ist.

– Der Rundweg um den Kulkwitzer See wird vermutlich nicht mehr in dieser Badesaison gebaut. Die Umsetzung der Ausnahmeregelungen für den Bau während der Vegetationsphase würde sehr teuer, erklärte Pleße das Problem. Derzeit werde geprüft, den Bau zu verschieben.

– Am 20. Juni werden die Wasserwerke mit dem Kanalbau in der Karlstraße fertig, aber der Rest dauert. Der Stadt liege noch kein Förderbescheid für den weiteren Straßenbau vor, erklärte Pleße. Selbst nach Zugang des Geldes würden wegen Planung und Ausschreibung noch drei Monate benötigt, bis weitergebaut werden kann. Und dann betrage die Bauzeit noch rund sechs Monate.

Von Jörg ter Vehn

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