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Markranstädt Markranstädt will vier neue Klassenzimmer fürs Gymnasium
Region Markranstädt Markranstädt will vier neue Klassenzimmer fürs Gymnasium
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21:00 26.04.2016
Oberschoss könnte ausgebaut werden: Die Sporthalle in der Parkstraße 13/14 soll vier Klassenzimmer aufnehmen, der Sport ungehindert weiterlaufen. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Das Markranstädter Haus des mit Schkeuditz gemeinsam betriebenen Gymnasiums soll ausgebaut werden. Im Technischen Ausschuss stellte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) am Montagabend die Pläne vor, die auch die Selbstständigkeit des Hauses befördern könnten, meinte er.

Vier Klassenräume sollten im Obergeschoss der so genannten Bebel-Halle in der Parkstraße 13/14 entstehen, kündigte Spiske an. Die seien auch nötig, wenn die Anmeldezahlen für das Haus weiterhin wie in diesem Jahr einen vierzügigen Betrieb vorsehen. Über einhundert Schüler hatten sich – wie berichtet – für das Gymnasium angemeldet. Ähnlich viele wollten auch auf die Oberschule. Hier hatte das Rathaus jedoch auf einen dreizügigen Betrieb gedrängt.

Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann erläuterte den Stadträten, dass auch nach Alternativen für den Ausbau gesucht worden sei. Aber entweder seien etwa Dachgeschossausbauten zu teuer gewesen, oder technisch nicht möglich. Der geplante Ausbau der Bebel-Halle wiederum sei möglich, werde auf rund 930 000 Euro veranschlagt. Geld, das laut Spiske über das Investitionskraftstärkungsgesetz beim Kreis angemeldet sei.

Dort waren die Fristen für die Anmeldung von Projekten relativ kurz, bis vorige Woche mussten die Vorhaben eingereicht sein, damit das Landratsamt diese koordinieren kann. Der Kreis hatte angekündigt, vorwiegend solche Projekte aufnehmen zu lassen, die Pflichtaufgaben der Kommune betreffen wie etwa Kita- und Schulbau. Rund 1,3 Millionen Euro zusätzliches Geld stehen der Stadt aus dem Paket von Bund und Land zu, das die Konjunktur ankurbeln helfen soll. Der Stadtrat muss den weiteren Schritten noch zustimmen.

Bei der wieder angestrebten Eigenständigkeit des Gymnasiums bahne sich zudem eine Lösung an in nächster Zeit, sagte Spiske. Er habe dazu ein Gespräch geführt mit dem Schkeuditzer OBM Jörg Enke (Freie Wähler). Der habe sich zwar nicht bereit erklärt, die Zweckvereinbarung zum gemeinsamen Betrieb der Schule aufzukündigen, wie Markranstädt es wünscht. Gleichwohl sprach Spiske von einem „Gentleman Agreement“, das nach seinen Worten in Aussicht steht.

Bekanntlich sind beide Häuser 2001 formell zusammengelegt worden, um angesichts von Schülerschwund das Überleben der Gymnasien vor Ort zu ermöglichen. Inzwischen gelten in beiden Städten die Schülerzahlen als so stabil, dass sie wieder eigenständige Häuser führen könnten. Der Schkeuditzer OBM hatte jedoch wegen des drohenden Bevölkerungsrückgangs und eventueller Rückforderungen von Fördergeld eine Trennung der Häuser bislang abgelehnt.

Seit voriger Woche liege jedoch die neue Bevölkerungsprognose für Sachsen vor, so Lehmann. Danach soll nicht nur Leipzig bis zum Jahre 2030 auf rund 700 000 Bewohner ansteigen, auch in den benachbarten Orten wird mit Zuwachs gerechnet, in Markranstädt konkret um knapp 1000 vorwiegend junge Bürger auf dann 15 700

Von Jörg ter Vehn

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