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Markranstädt Markranstädt wird bis 2030 älter und hat viel mehr junge Leute
Region Markranstädt Markranstädt wird bis 2030 älter und hat viel mehr junge Leute
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17:01 28.04.2016
Alte und Junge werden mehr. In einem Haus treffen sie schon jetzt aufeinander: das Mehrgenerationenhaus in Markranstädt. Quelle: André Kempner
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Markranstädter

Älter und jünger zugleich wird Markranstädt. Das besagt zumindest die neue regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Sachsen bis zum Jahre 2030.

Das Statistiker des Freistaates haben für alle größeren Kommunen des Landes eine Prognose der Entwicklungen bis ins Jahr 2030 erstellt. Wie berichtet, ist diese unter anderem wichtig für den Schulausbau, aber auch für andere Vorsorgeeinrichtungen.

Die Mathematiker sind für ihre Berechnungen davon ausgegangen, dass Umzüge innerhalb Sachsens in etwa gleich bleiben wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, der Freistaat zwischen 170 000 und 280 000 Einwohner gegenüber dem Bundesgebiet und dem Ausland zulegt. In einer Variante gehen die Statistiker davon aus, dass die Frauen geringfügig mehr Kinder haben als jetzt (1,6 statt aktuell 1,56), in einer anderen steigt die Geburtenziffer anfangs stärker auf 1,7, um dann wieder auf den Wert von 1,6 abzufallen.

Ergebnis: Die Einwohnerzahl von Markranstädt wird im Jahr 2030 zwischen 15 300 und 15 700 liegen, in Variante eins schon 2020 die höhere Zahl erreicht haben. Zuletzt hatte die Stadt im Jahr 2000 so viele Bewohner. Danach wurden es immer weniger. Laut Statistikamt nimmt die Zahl erst seit 2012 wieder zu, lag zuletzt im Jahr 2014 bei genau 14 894.

Aktuell sind von diesen Bewohnern 2385 jünger als 20 Jahre und 3627 älter als 65 Jahre. Der errechnete Jugendquotient, also die Zahl der Jugendlichen je hundert Einwohner im erwerbsfähigen Alter, liegt derzeit bei 26,9. Auch einen Altenquotienten ermittelten die Statistiker: Er lag zuletzt bei 40,8. Also kommen auf einhundert erwerbsfähige Einwohner knapp 41 Einwohner von 65 Jahren und mehr.

Bis zum Jahr 2030 sollen sich beide Quotienten verändern. Je nach Prognose-Variante schwankt etwa der Jugendquotient zwischen 34,8 und 35,5. Damit käme auf jeden dritten erwerbsfähigen Einwohner ein Jugendlicher von unter 20 Jahren alt. Und die Alten werden ebenfalls mehr: Zwischen 60,8 und 62,5 beträgt ihr Quotient rein rechnerisch.

Etwas Positives gibt es auch für die Frauen: Statistisch gesehen steigt die Zahl der ansonsten knappen Männer. Auf 100 Frauen kommen aktuell 94,5 männliche Wesen, 2030 aber 98,1. Zwischen 18 und 30 Jahren alt wären davon sogar 111.

Von Jörg ter Vehn

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