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Markranstädter Kegler erstklassig - aber bei Anlage droht die Heimpleite

Markranstädter Kegler erstklassig - aber bei Anlage droht die Heimpleite

Markranstädt. Die Sportkegler der Stadt sind nach einem Aufstiegsmarathon in der nächsten Saison erstklassig. Von ihrer Anlage in der Weststraße kann man das jedoch nicht behaupten.

Jetzt bemühen sie sich um eine Sanierung der Bahnen, um ihre Erstligaspiele nicht woanders austragen zu müssen.

Der Hinweis kam vom unabhängigen Sachverständigen Lothar Lorbeer. Der Diplom-Ingenieur wird vom Keglerverband Sachsen eingesetzt, um die Bahnen abzunehmen. Er gratulierte den Markranstädter Herren zum Aufstieg, empfahl ihnen aber auch, "zeitnah Mittel für eine Sanierung" zu beschaffen, "damit das Vorhaben 1. Bundesliga auch in Markranstädt bleiben kann". Denn mit den Wettkämpfen in der ersten Liga würden bestimmte Voraussetzungen an die Bahnanlage gestellt. Einige unbedingt notwendige Sanierungen seien durchzuführen, warnte er die Kegler freundschaftlich vor.

Dringend nötig sei das beim Anlaufbereich. Dieser dürfe zum Beispiel keine Höhenunterschiede aufweisen, so Lorbeer. "Da ich die Bahnanlage genau kenne, weiß ich auch, dass dies heute nicht mehr durch Reparaturen möglich ist", schrieb er dem Verein.

"Die Anlage ist in keinem guten Zustand", weiß auch Vereinsvorsitzender Silvio Jabusch. Die ganzen Anläufe seien "katastrophal", würden spürbar nachgeben beim Laufen. Auch der Kunststoffbelag der Bahnen müsse gegen einen aus Segmenten wie in der Liga gefordert ausgetauscht werden, erklärt er. "Für eine Zehn-Bahnen-Anlage würde das alles rund 125 000 Euro kosten", hat er Schätzungen eingeholt. Allein für die dringendsten Anläufe würden 19 000 Euro benötigt. Nachteil: "Wenn dann später die Bahnen gemacht werden, müsste ein Teil der Anläufe wieder aufgenommen werden", erklärt er das Dilemma und erhöhte Kosten.

Er und Schatzmeister Oliver Hofmann Vorstand wandten sich hilfesuchend an die Stadt und deren Fraktionen. So kam es, dass Stadtrat Michael Urlaub (Freie Wähler Markranstädt) das Bitten des Vereins beim jüngsten Stadtrat verlas. Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) bestätigte, das Schreiben ebenfalls erhalten zu haben. Die Stadt werde natürlich für den Verein tun, was möglich ist, versprach er. Aber entscheiden müssten darüber die Stadträte. Michael Unverricht (CDU), selbst sportlich sehr engagiert, freute sich über den Aufstieg in die Erste Liga, versprach eine Diskussion. Ein anderer Rat bemerkte, dass eine Sanierung ja auch der Werterhaltung des Keglerheimes diene. Dann war Schluss mit dem Thema.

Dabei hatte der Verein in dem Brief um eine Entscheidung bis Ende April gebeten, um planen zu können. "Die Kosten der Bahnanläufe können wir aus Eigenmitteln des Vereins nicht - auch nicht anteilig - aufbringen", so der Verein. Eigenleistungen in Form von Vor- oder Zuarbeiten würden sie selbstverständlich erbringen, die Bahnen auch für zukünftige städtische Veranstaltungen wie Senioren- oder Schulkegeln kostenfrei zur Verfügung stellen, wirbt der Verein um Hilfe.

"Seit fünf Jahren sind wir zu Hause ungeschlagen", beteuert Silvio Jabusch. Wenn aber keine Hilfe komme, werde der Verein prüfen müssen, eventuell woanders spielen zu müssen, womöglich sogar in Sachsen-Anhalt. "Aus meiner Sicht wäre das eine Katastrophe für die Sportstadt Markranstädt", meint Jabusch. Kegeln sei natürlich eine Randsportart. Aber für andere Vereine habe die Stadt schließlich auch schon viel getan, sogar ganze Einrichtungen neu gebaut, hofft er auf Unterstützung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.04.2015
Jörg ter Vehn

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