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Markranstädt Markranstädter Spielmannszug besteht seit 1949
Region Markranstädt Markranstädter Spielmannszug besteht seit 1949
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10:18 24.11.2009
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Markranstädt

Und die Feier bot dieses Jahr der Verein selbst. 1949 als Kulkwitzer Spielmannszug gegründet und später umbenannt, können die Markranstädter auf 60 Jahre Geschichte zurückblicken.

Der Ursprung der Gruppe liegt im Bergbau, wo die Mitglieder zunächst in eigener Kleidung, später in gestellten Uniformen zu Grubenanlässen gespielt haben, wie der Vereinsvorsitzende Thomas Becker erzählt. Damals gab es sogar zwei Kinderspielzüge. „Dagegen hapert es heute mit dem Nachwuchs“, gibt Becker unumwunden zu. Viele Spielmannsleute arbeiteten außerhalb der Stadt – in Stuttgart, Braunschweig und einer sei gerade sogar in China, berichtet er und vermutet „zu viele andere Interessen“ bei den Jugendlichen.

Diese können ab acht Jahren Lyra, Trommel, Pauke, Flöte, Schlagzeug oder Tambourin auch beim Verein im Teichweg 17, Kontakt: Telefon 034205 85967, erlernen. Geprobt werde zurzeit freitags von 17 bis 20 Uhr, so Becker. Während der Nachwuchs zögert, ist der Spielmannszug so engagiert wie selten. Sind die 18 Aktiven der insgesamt 58 Mitglieder 2008 noch 37 Mal aufgetreten, so gab es dieses Jahr 50 Verpflichtungen. Die Strahlkraft reicht weit über die Stadt hinaus. „Sachsen-Anhalt bucht uns viel. Wir können gar nicht immer zusagen“, so Becker. „Wir spielen hauptsächlich Bergmannsmusik“, erzählt er.

Der „Bergmann“ oder „Preußen Gloria“ gehören zum Repertoire. Dafür gebe es viel motivierenden Beifall „und wir spielen dann einfach immer weiter“, berichtet der Vereinsvorsitzende von den regelmäßigen Auftritten. „Den Leuten geht das Spielen unter die Haut, an Zugaben mangelt es dann nicht“, erzählt Becker. Die Markranstädter Spieler gehören zu einem der ältesten Vereine der Region. Seit 45 Jahren treten die Mitglieder auch beim Pegauer Karneval auf. Eine fester Termin in Markranstädt ist jedes Mal das Heimat- und Kinderfest, bei dem auch unzählige befreundete Spielmannszüge teilnehmen – aus Crimmitschau, Markkleeberg oder Zeitz. Viele waren auch zur großen 60-Jahres-Feier mit 300 Personen auf dem Marktplatz dabei. „Wir ergänzen uns gut“, versichert Becker.

Heutzutage bemüht sich der Verein, Sponsoren zu finden und finanziert sich durch kleine Auftritte. „So viel brauchen wir zwar nicht“, meint Becker, aber es gelte, das Haus zu unterhalten sowie ab und an neue Instrumente anzuschaffen. Dabei gehen die Aktiven auch neue Wege. „Momentan sind wir dabei, erstmals ein Weihnachtslied einzustudieren“, verrät Becker. In Markranstädt kann der Spielmannzug demnächst beim Weihnachtsmarkt am 6. Dezember erlebt werden. Und einen Tag vorher spielt er im Supermarkt – mit den frisch ins Programm aufgenommenen Liedern.

Kendra Reinhardt

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