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Markranstädt Markranstädter Torsten Käseberg bietet Ölfarbenmalerei für Jugendliche an
Region Markranstädt Markranstädter Torsten Käseberg bietet Ölfarbenmalerei für Jugendliche an
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16:51 08.02.2010
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Markranstädt

Dieser inzwischen verstorbene Entertainer vermittelte bei seinen Medienauftritten, wie jedermann das Metier erlernen kann. Was sein Vorbild via Fernsehen schaffte, will der 46-jährige gebürtige Göhrenzer nun in Markranstädt in seinem Atelier erreichen. Das liegt in der Leipziger Straße 1b. Käseberg hat es zum Jahresanfang bezogen und hier auch seine Galerie. Doch seine Malkurse pausieren zurzeit. „Die Innentemperatur von zehn Grad Celsius lässt das nicht zu“, meint Käseberg. Einen Schüler unterrichtet er in der Nass-in-Nass-Technik, mit der auch sein Idol berühmt wurde. „Ich habe ‘nen Pinsel genommen und angefangen mit dem Malen“, erzählt er zurückblickend. Zu DDR-Zeiten als Kranfahrer tätig, ging er nach der Wende auf Montage als Baumaschinist und wurde dann krank. „Als gerade meine Tochter ihre Malversuche machte, lief immer die Sendung mit Bob Ross und so habe ich angefangen und mich reingesteigert“, erzählt er. Bevorzugt schafft er Landschaftsgemälde in der Nass-in-Nass-Technik. Seit 2007 hat Käseberg sein Hobby zum Beruf gemacht und auch sein Lehrgeld gezahlt, wie er meint. Öffentliche Vorstellungen am Stativ gibt er auch. „Ein Gemälde habe ich in bis zu zwei Stunden erschaffen“, erklärt Käseberg, der seit vier Jahren auch in Markranstädt wohnt. 2009 hat er im Rahmen des Ganztagsangebotes Fünftklässlern den Umgang mit Ölfarben beigebracht. Eine Tätigkeit, die er sich einfacher vorgestellt hatte. Anfangs habe er viel Zeit gebraucht, die Kinder nach dem Experiment wieder zu säubern. Es seien die ineinandergehenden Farben, die ihn bei der Technik faszinieren, sagt er. Inzwischen hat Käseberg knapp 320 Gemälde erstellt. Bei seiner Motivsuche lässt er sich auch von Kalendern und Bildbänden inspirieren – so bei der Finnland- und der Kanada-Serie. Sobald wieder fünf Interessierte zusammenkommen, wird er den Kurs mit den Maltechniken wieder für Schüler anbieten. „Vielleicht sogar schon nach den Winterferien“, hofft er. Käseberg selbst hatte mit der Stadtverwaltung beratschlagt, wie er sich als Markranstädter Künstler stärker einbringen kann. Dort stößt sein Engagement auf Gegenliebe. „Wir sind froh, dass mit der kleinen Galerie die Räumlichkeiten des ehemaligen Blumenladens wieder belebt werden und beim Bummeln in der Leipziger Straße zum Verweilen einladen“, freut sich die Erste Beigeordnete Beate Lehmann. Gut möglich, dass Passanten bald Käsebergs Schützlingen bei ihren ersten Experimenten auf der Leinwand zusehen können.

Kendra Reinhardt

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