Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Markranstädter Unternehmer gründen Interessenverein
Region Markranstädt Markranstädter Unternehmer gründen Interessenverein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:13 19.05.2015
Wollen Markranstädt auch als Einkaufsstadt voranbringen: Leander Reichelt (l.) und Mario Lisiewicz vom neuen Unternehmerverein. Quelle: Jörg ter Vehn

13 Gründungsmitglieder seien am 10. März im Hotel Gutenberg dem Markranstädter Unternehmer e.V. beigetreten, erzählt Mario Lisiewicz, der zweite Vorsitzende. "Und es gibt weitere Anfragen." Er selbst betreibt mit dem "Radhaus" eine Autowerkstatt mit großer Fahrradabteilung. Leander Reichelt, der erste Vorsitzende, ist unter anderem mit Produkten von Kabel Deutschland in der Stadt aktiv. Beide haben ihre Firmen in der Leipziger Straße.

"Die Sperrung der Straße im Vorjahr wegen des Umbaus hat die kleinen Unternehmen schon zusammengebracht", sagt Lisiewicz. Im Nachgang zum sehr erfolgreichen gemeinsamen Straßenfest am 3. Oktober sei die Idee des Vereins geboren worden. Es habe den Wunsch eines Teils der Händler gegeben, das Fest zu wiederholen. Die Organisation sei aber zum Beispiel wegen vieler Ansprechpartner für alle Seiten schwierig zu koordinieren gewesen. Mit dem Verein werde es nun leichter. Es habe sich bereits eine Organisationsgruppe gegründet, die ausloten soll, was in diesem Jahr wie machbar sein könnte, erklärt er.

"Wir wollen uns insgesamt als Verbund, als Gemeinschaft besser darstellen", erklärt Reichelt einen weiteren Zweck. So könnten etwa bei geplanten Straßenbaumaßnahmen gemeinsame Interessen besser gegenüber der Stadt und anderen vertreten werden. Das werde dann für alle weniger stressig und könne schon im Vorfeld helfen, Missverständnisse zu vermeiden, so Lisiewicz.

"Wir wollen Mittler zwischen der Stadt und den Gewerbetreibenden sein", erklärt er das Ziel. Dabei verstehe sich der Verein weniger als gemeinnützige Einrichtung als eine Interessengemeinschaft der Kleinunternehmer, in der auch Freiberufler wie Ärzte und Anwälte gerne Mitglied werden könnten. Und das nicht nur aus der Leipziger Straße, sondern der ganzen Stadt, ergänzt Reichelt.

Beim jüngsten Stadtrat hatte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) die Gründung des Vereins begrüßt. Für die Stadt sei es von Vorteil, künftig einen Ansprechpartner bei den Gewerbetreibenden zu haben, sagte er.

Reichelt und Lisiewicz wollen aber auch Markranstädt als Einkaufsstadt voranbringen. "Du hast die Wahl. Wir kaufen regional" - wirbt etwa Radprofi Lisiewicz schon jetzt für seine Produkte. "Wir könnten gemeinsam Werbeprojekte stemmen und damit Größeres bewegen als jeder allein", erklärt Reichelt. Erste Ideen haben die beiden schon. So schwebt etwa Lisiewicz eine Art "Stadtcard" vor, die Rabatte beim Einkauf in angeschlossenen Geschäften und Dienstleistungen verspricht. Auch die Zusammenarbeit mit Kreditkartenfirmen sei denkbar, erklärt er. Auf jeden Fall sollten die Aktionen einen Mehrwert für die Kundschaft bringen, meint Reichelt.

Etwas gedulden müssen sich die Kunden aber noch. Nach der Gründung stünden noch viele organisatorische Fragen beim Verein an, sagen beide.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2015
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zwei Schritte vorwärts und dann bitte wieder von vorn: Sehr mühselig gestaltet sich das Abpumpen des abgesoffenen SSV Kulkwitz-Platzes. Grund sind alte Drainageleitungen, die immer wieder Wasser vermutlich von einem oberhalb liegenden Feld, aber auch von dem benachbarten Kleingartenverein nachfließen lassen auf den traditionsreichen Fußballplatz.

19.05.2015

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_40679]Markranstädt. Bei der Vorstellung der Pläne im Technischen Ausschuss hatte es kurz ein Schmunzeln gegeben: Eine psychiatrische Tagesklinik soll in der Hordisstraße entstehen.

19.05.2015

Alte Wunden rissen am Donnerstagabend beim Stadtrat wieder auf, als über der Verkauf von weiteren Grundstücken im neuen Wohngebiet am Kulkwitzer See, fällige Maklerprovisionen sowie die Rücknahme eines alten Verkaufsbeschlusses debattierte wurde.

19.05.2015
Anzeige