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Markranstädt Markranstädts Stadtwehrleitung sagt Danke für über 10 000 Einsatzstunden
Region Markranstädt Markranstädts Stadtwehrleitung sagt Danke für über 10 000 Einsatzstunden
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15:08 27.10.2015
Die Kameraden präsentieren sich mit Bürgermeister Jens Spiske (1. Reihe, 2. von r.) in der Stadthalle. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Über 10 000 Stunden waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr dieses Jahr schon im Einsatz. Wohlgemerkt ehrenamtlich in ihrer Freizeit für andere Bürger. Den Feuerwehrball in der Stadthalle nutzte die Stadtwehrleitung, um den 143 Mitgliedern der sechs Ortswehren Danke zu sagen, aber auch dringende Aufgaben abzustecken.

Michael Polz, der für den verhinderten Stadtwehrleiter Thomas Haetscher einsprang, umriss die aktuelle Situation. „Gegenüber dem Vorjahr haben wir 41 aktive Kameraden verloren. 28 wurden in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen, 20 ausgeschlossen oder auf eigenen Wunsch entlassen. Erfreulicherweise gab es auch sieben Neuzugänge“, erklärte Polz. Drei „Neue“ seien direkt von der Jugendfeuerwehr dazugestoßen, die derzeit 74 Kinder und Jugendliche betreut.

Und der Nachwuchs wird perspektivisch dringend gebraucht. In den vergangenen zehn Monaten rückte die Feuerwehr bereits zu 101 Einsätzen aus. „Das sind zehn mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2014“, so der stellvertretende Stadtwehrleiter . 68 Prozent waren technische Hilfeleistungen, die restlichen 32 Prozent verteilen sich auf Brandeinsätze und eingelaufene Brandmeldeanlagen. Drei Personen habe leider nicht mehr geholfen werden können, vier Bürger verdankten den Kameraden ihr Leben.

Um bei Einsätzen adäquat helfen zu können,.absolvierten die Kameraden laut Polz allein 9751 Ausbildungsstunden. „Besonders wichtig war der Lehrgang für Atemschutzgeräteträger. Elf neue Geräteträger haben die Situation auf diesem Gebiet etwas entspannt“, betonte er. Auch bei der Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes gebe es Fortschritte. So sei trotz der angespannten finanziellen Situation der Stadt Technik und Ausstattung erneuert worden. Noch bis Ende Dezember soll ein neuer Gerätewagen in Dienst gestellt werden. Und das nächste Großprojekt steht schon an: Ein Hubsteifer, der Fördermittelantrag sei gestellt.

Überzeugungsarbeit kostete ein anderer Punkt des Brandschutzbedarfsplanes: die Gründung der Ortswehr Gärnitz, bestehend aus den ehemaligen Ortswehren Albersdorf, Kulkwitz und Seebenisch. „Aktuell gehören der Wehr 14 Kameraden an. Ich hoffe, dass sich weitere anschließen“, so Polz. Ein Dauerbrenner, nicht nur in Markranstädt, ist die Tageseinsatzbereitschaft. „Es ist gut, dass fast alle Kameraden Arbeit haben. Aber leider die wenigsten in Markranstädt, sodass wir am Tag weiter auf den Gemeindeverband zurückgreifen müssen“, so Polz.

Danke sagte er Bürgermeister Jens Spiske für die Unterstützung durch die Stadt.

Von Ulrike Witt

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