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Markranstädt Mehr Krippen- und weniger Kitaplätze in Neubau
Region Markranstädt Mehr Krippen- und weniger Kitaplätze in Neubau
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13:53 19.05.2015

Grund ist die Kita-Bedarfsplanung des Kreises.

Diese soll zwar erst am 21. April offiziell beschlossen werden, wurde aber wegen der nahenden Planungsarbeiten in Markranstädt im Vorfeld mit der Stadt besprochen. So drängt der Kreis auf mehr Krippenplätze in Markranstädt, auch vor dem Hintergrund des seit rund anderthalb Jahren geltenden neuen Rechtsanspruchs darauf, wie Kreisjugendamtsleiter Thomas Pfeifer erklärt.

Abgestimmt mit der Stadt sei nun der Neubau einer Einrichtung mit insgesamt 82 Plätzen. Davon sollten 28 Krippen- und 54 Kita-Plätze sein, so Pfeifer. Die bisherigen Pläne gingen von 18 Krippen- und 65 Kitaplätzen aus.

Die Verschiebung begründet er im Wesentlichen mit den in jüngster Zeit bereits hergestellten neuen Kita-Plätzen im Weißbachweg (die LVZ berichtete). Wie die LVZ erfuhr, hat die Stadt zudem in Altranstädt zehn neue Kitaplätze geschaffen, ohne das groß an die Glocke zu hängen.

Weil die Plätze für die Kleinsten aufwändiger sind als normale Kita-Plätze, wird der Bau der Einrichtung vermutlich teurer als bislang gedacht. Um wieviel, ist noch vollkommen unklar. Bisherige Schätzungen gingen von rund 1,1 Millionen Euro aus, 275 000 Euro Planungskosten waren im Gespräch. Nach der jüngsten Stadtratssitzung kündigte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) in einem Fernseh-Interview zudem einen Ideenwettbewerb für die Gestaltung der Kita an.

Mit wieviel Fördergeld beim Bau zu rechnen sein wird, ist ebenso unklar. Pfeifer rechnet mit Erkenntnissen dazu nicht vor Ende April, wenn der Kreisetat voraussichtlich beschlossen sein wird. Danach könnten die Kommunen ihre Förderanträge stellen, der Kreis seine Prioritätenliste erstellen und mit den Kommunen besprechen. Bekannt seien bislang Neubaupläne aus Markranstädt und Markkleeberg. Aus Verwaltungssicht würden die Neubaupläne eine zentrale Rolle bei der Vergabe des Geldes spielen, sagte er. Aber der Kreis habe 32 Kommunen. Bekannt sei zudem, dass der Bund für Krippenplätze bis Ende 2016 für alle Orte im Kreis 1,5 Millionen Euro dazugebe.

Unterdessen hat sich Stadtrat Matthias Prautzsch, CDU-Mitglied seit 1998 in Großlehna, zu Wort gemeldet. Er hatte bei der Sitzung vorige Woche als einziger der CDU gegen den Kita-Standort am Bad und für den am Kulki gestimmt, wie er klargestellt sehen möchte. "Nicht, um an der Seite der SPD, der Linken oder der Freien Wähler zu stehen, sondern aus reiner Überzeugung", erklärte er sein Votum. Der Neubau koste sehr viel Geld "und sollte dann auch für die Bevölkerung an möglichst unfallfreier Stelle stehen", findet er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.03.2015
Jörg ter Vehn

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