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Markranstädt Mehr aufsuchen als abwarten bei der Jugendarbeit
Region Markranstädt Mehr aufsuchen als abwarten bei der Jugendarbeit
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07:00 09.11.2016
Hübsch anzusehen, aber zu wenig belebt: Das JBZ am Stadtbad. Quelle: LVZ
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Markranstädt

Die Jugendarbeit in Markranstädt soll sich ändern. Martin Kerski, seit März Leiter des Jugendbegegnungszentrums (JBZ) am Bad, erklärte beim jüngsten Stadtrat, in einer sechsmonatigen Probephase ab sofort zwei Schließtage je Woche im JBZ einzuführen, in der Zeit auf die Jugendlichen in der Stadt zugehen zu wollen. Grund: Immer weniger junge Leute finden trotz modernen Angebotes von Geo-Caching bis Musikband den Weg ins JBZ.

550 waren es nach Kerkis Zählweise in den Clubs in Großlehna und Markranstädt in diesem Jahr – das heißt nicht mal eine Handvoll je Tag. Keine Überraschung angesichts der Umfrage unter jungen Leuten vor ein paar Jahren (die LVZ berichtete). Da hatte die Mehrzahl angegeben, eigentlich gar keinen festen Club mehr zu benötigen. „Stationäre Einrichtungen wie das JBZ haben nicht mehr die Akzeptanz wie früher“, erklärte dazu die zuständige Fachfrau im Rathaus, Heike Helbig. Zugleich verhinderten aber Öffnungszeiten wie bislang, dass die Jugendarbeiter nach draußen an die Brennpunkte zu den Jugendlichen gehen und Kontakte knüpfen.

Ein Vertrauensverhältnis aufbauen möchte Kerski denn auch demnächst. Dazu gebe es schon gute Kontakte zur neuen Skaterhalle in Markranstädt, dem „Fahrwerk“ in der Ziegeleistraße, erläuterte er. Auch das Projekt „Jugend bewegt Kommune“ sei reaktiviert worden. An den verbleibenden Öffnungstagen werde bereits ab 13 Uhr und bis 19 Uhr das JBZ für die jungen Leute als Treff dienen können. Die Zeiten seien um eine Stunde nach vorne verschoben worden, um einen möglichst nahtlosen Übergang zwischen Schule und Freizeitangeboten zu ermöglichen, so Kerski.

Sein Kurs fand im Rat nicht nur Fürsprecher wie Micha Unverricht (CDU). Heike Kunzemann (Linke) war gegen andere Öffnungszeiten, wünschte sich auch welche an Wochenenden, Rosel Glöckner (SPD) hatte angenommen, dass die „aufsuchende Jugendarbeit“ längst Alltag sei. Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland betreibt die zwei Clubs mit Kerski und einer Halbtags-Aushilfe.

Von Jörg ter Vehn

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