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Markranstädt Mehrgenerationenhaus feiert zweiten Geburtstag und muss sich für die Zukunft rüsten
Region Markranstädt Mehrgenerationenhaus feiert zweiten Geburtstag und muss sich für die Zukunft rüsten
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18:42 09.09.2010
Umringt von Kindern pflanzen Carina Radon und Ralph Egler gemeinsam eine Vogelkirsche als Mehrgenerationenbaum 2010. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Der Griff zur Schaufel war beherzt. Tatkräftig packten Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) und Volkshochschulleiter Ralph Egler mit an, als sie im Garten des MGH eine Vogelkirsche pflanzten. Sie feierten damit ihr Lieblingsprojekt. Als Bereicherung bezeichnete Egler dann auch, was bereits geschafft worden sei. Radon gab in ihrer Ansprache zu, sie habe sich die Anlaufschwierigkeiten weit schlimmer vorgestellt. Auch Frank Hartmann, Leiter der Einrichtung, berichtete am Rande, dass das MGH schleppend angelaufen sei und er sich noch lange nicht am Ziel sehe. „Man muss bei so einem Projekt einen langen Atem haben“, so Hartmann.

Immerhin konnte das MGH eine Steigerung der Besucherzahlen von rund 1000 vom ersten zum zweiten Halbjahr 2009 feststellen. 7500 waren es insgesamt. Für 2010 wurden noch keine Daten ermittelt. Doch an den Ziffern allein will Hartmann den Erfolg seines Hauses nicht festmachen. Er hat sich vielmehr vorgenommen, die Angebotsbreite zu erweitern. „Es fehlen im Haus noch Dienstleistungen, die familiäre Leistungen unterstützen“, sagte Hartmann. Dabei denkt er an eine tägliche Hausaufgabenhilfe, eine Bewerbungswerkstatt und regelmäßige Spiele- und Vorlesenachmittage für Kinder. Diese sollen noch in diesem Jahr kommen und zunächst von Ehrenamtlichen durchgeführt werden.

Kein Geheimnis ist es, dass Veranstaltungen des MGH ausfallen mussten, da sich niemand oder zu wenige interessiert gezeigt hatten. Immerhin die Zahl der VHS-Veranstaltungen hat sich mehr als verdoppelt, bestätigte Egler und lobte die Synergieeffekte von Angeboten der VHS und des MGH unter einem Dach.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Denn durch die Trägerschaft der VHS ist das MGH auf Gemeinnützigkeit festgelegt, darf keine Gelder einnehmen. Spätestens in drei Jahren muss das Haus sich aber eigenständig tragen. Die Förderung des Bundes mit 40 000 Euro im Jahr ist auf fünf Jahre beschränkt. Dieser Ausfall muss ab 2013 aufgefangen werden können. Bis dahin müsse noch einiges passieren, so Hartmann. „Wir müssen dringend schauen, wie wir über den Förderungszeitraum hinaus die Finanzierung des Hauses gewährleisten können, ohne die Gemeinnützigkeit zu gefährden“, so der Leiter des MGH, der sich einen Förderverein als Lösung vorstellen kann. Bisher gäbe es aber nur vage Ideen. Diese sollen im November gemeinsam mit Experten besprochen werden, um das MGH in sichere Fahrwasser zu bringen.

Kerstin Leppich

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