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Markranstädt Messerstecher muss nicht ins Gefängnis
Region Markranstädt Messerstecher muss nicht ins Gefängnis
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16:11 19.05.2015
Am Dienstagnachmittag suchten Beamte der Kriminalpolizei noch nach Spuren. Quelle: André Kempner

Wie Oberstaatsanwalt Ralf-Uwe Korth gestern informierte, soll der Mann seit Jahren an einer psychiatrischen Erkrankung leiden und schon mehrfach in psychiatrischen Einrichtungen behandelt worden sein, zuletzt im Fachkrankenhaus Altscherbitz. Die Staatsanwaltschaft Leipzig gehe davon aus, dass der Täter im Zustand der Schuldunfähigkeit beziehungsweise der verminderten Schuldunfähigkeit gehandelt habe. Daher sei kein Haftbefehl, sondern ein sogenannter Unterbringungsbefehl beim Amtsgericht Leipzig beantragt worden, erklärte Korth am Vormittag. Er rechne mit einer zügigen Entscheidung in dieser Sache. Sollte das Amtsgericht Leipzig dem Antrag zustimmen, werde der Mann per Anordnung sofort in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Dem Beschuldigten wird versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie ein weiterer versuchter Totschlag vorgeworfen. Hintergrund: Der Mann hat nicht nur seine Lebensgefährtin attackiert. Er bedrohte auch eine Frau, die der Schwerverletzten, die sich mit letzter Kraft auf die Straße geschleppt hatte, zu Hilfe eilen wollte. Die zweite Frau hatte allerdings Glück im Unglück. Laut Korth konnte sie dem Messerangriff in letzter Sekunde ausweichen und wurde nicht beziehungsweise nicht wesentlich verletzt.

Wie Korth weiter mitteilte, soll die Hauptgeschädigte noch im Krankenhaus liegen. Ob sie in Lebensgefahr schwebt, konnte er gestern Mittag allerdings nicht sagen. Klar ist indes, dass die Frau mehrere schwere Verletzungen erlitten hat. Der Täter hatte ihr "unzählige Messerstiche im Hals- und Brustbereich" zugefügt.

Noch am späten Mittag teilte der Sprecher des Amtsgerichtes Leipzig, Stefan Blaschke, dann mit, dass der Täter nach Anhörung durch den Ermittlungsrichter in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2013

Ulrike Witt

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