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Markranstädt Meyhener wehren sich gegen Gruppenkläranlage
Region Markranstädt Meyhener wehren sich gegen Gruppenkläranlage
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18:30 14.05.2010
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Markranstädt

Und stoßen dabei nun auf Widerstand.

„Ich lass’ mir das nicht bieten“, sagt Dieter Fugmann, von dessen Wohnzimmerfenster die Anlage künftig nur zwei Meter entfernt stehen soll. Zwar sei ihm versichert worden, dass dabei weder Lärm noch Geruchsbelästigung entstehen, doch Fugmann hat Zweifel. 180 000 Euro soll die zentrale Kläranlage kosten, mündlich mitgeteilt wurde den Dorfbewohnern ein Eigenanteil von 5700 Euro pro Haushalt. In einem späteren Brief heißt es, man sei bemüht, die ursprüngliche Kostenschätzung einzuhalten.

Geplant ist der Baubeginn für August/September dieses Jahres. „Wir haben zudem ein Schreiben, in dem uns untersagt wird, uns mit anderen Anbietern in Verbindung zu setzen“, sagt Anwohner Roland Heyn. Er vermutet: „Die dachten, wir haben überhaupt keine Anlagen, da argumentiert wurde, dass auf viele Grundstücke keine Kleinkläranlage passe“, sagt er. Dabei stehen mindestens zwölf Anlagen im Ort. Aus gutem Grund favorisieren die Meyhener deren Nachrüstung: „Wesentlich ist für uns, dass es billiger wird“, erklärt Anwohnerin Elke Burgdorf. Am 22. April haben fast alle Haushalte schriftlich bekräftigt, dass sie nicht an der Gemeinschaftsanlage teilnehmen wollen. Von den laut KWL-Kalkulation 21 Grundstücken werden nicht alle genutzt, sagen die Anwohner. Zudem gehört eines der Stadt Markranstädt. Die KWL pochen auf Einigkeit. „Die Errichtung von Kleinkläranlagen ist nur möglich, wenn sich alle betroffenen Grundstückseigentümer in Ihrer Ortslage einig sind“, heißt es mit Verweis auf das Abwasserbeseitigungskonzept. Weiter bezweifelt KWL-Projektleiter Thomas Bohne, dass Kleinkläranlagen auf jedem einzelnen Grundstück förderfähig sind, „da vom Freistaat Sachsen nur für die jeweils wirtschaftlichste Variante Fördergelder ausgereicht werden“.

Die Meyhener fühlen sich bedrängt, „da ältere Bürger sich nicht mit den KWL anlegen wollen“, wie Monika Heyn erläutert. „Ein Standort außerhalb der Ortes wäre noch teurer“, berichtet Kati Stolz von Erkundigungen. „Wir wollen wissen, was es kostet“, ärgert sich Monika Heyn, dass sie auf eine genaue Informationen weiter warten muss. „Die Nachfolgekosten sind kalkulierbarer, wenn die Anlage auf dem Grundstück bleibt“, bekräftigt sie ihren Standpunkt.

Laut Vorgabe der Unteren Wasserbehörde müssen die Kläranlagen wegen der schlechten Wasserqualität bis Jahresende modernisiert werden. Jedoch laufen in Meyhen Schmutz- und Regenwasser in das gleiche Kanalsystem. Daher befürchten viele Bewohner, dass die Anlage bei starkem Regen ausfällt. Bis 27. Mai haben die KWL den Meyhenern Bedenkzeit gegeben.

Kendra Reinhardt

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