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Markranstädt Ministerin eröffnet Psychiatrische Tagesklinik
Region Markranstädt Ministerin eröffnet Psychiatrische Tagesklinik
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08:00 16.09.2017
MInisterin Klepsch (m.) bei der Eröffnung der Tagesklinik. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Das angemietete Interim in der Zwenkauer Straße ist Geschichte, in der Hordisstraße ist Freitag die psychiatrische Tagesklinik Markranstädt des Sächsischen Krankenhauses Altscherbitz eröffnet worden.

Hell sind die Räume. Chic und sachlich, aber dennoch freundlich. Mit Patientenküche und -aufenthaltsraum, mit Behandlungs- und Untersuchungsräumen, mit Gruppen- und Therapieräumen besonders für Bewegungstherapie und Ergotherapie. Und mit Ruheliegen im selben Frühlingsgrün, wie es die Stadt Markranstädt in ihren Farben trägt. Es gebe leicht konische Gänge mit Platz für Rückzug aber auch Öffnung, erklärte Volker Kylau vom Finanzministerium. Und es gibt den von außen nur erahnbaren großen Innenhof mit Pergolagang, Kleinsportfeld und Durchgang zum Stadtpark hinter der Klinik.

Eine Oase der Ruhe und Besinnung ist mit der psychiatrischen Tagesklinik mitten in Markranstädt entstanden. Staatsministerin Barbara Klepsch, zuständig für Soziales und Verbraucherschutz, meinte zur Eröffnung: „Der helle, freundliche und transparente Bau schafft eine offene Atmosphäre, die Heilungserfolge begünstigt und vielleicht auch beschleunigt.“ Der Bedarf an Behandlungsmöglichkeiten für psychische Erkrankungen sei in den letzten Jahren gestiegen. Vor knapp 40 Jahren hätten zwei Prozent der Kranken psychische Leiden gehabt, jetzt seien es knapp 15 Prozent. „Fast jeder zweite Krankenschein heute ist auf psychische Erkrankungen zurückzuführen“, meinte sie. Das Haus trage dem Rechnung. Dabei sei es mit seinen 20 Behandlungsplätzen keine Konkurrenz zu den niedergelassenen Ärzten, sondern ein Bindeglied zwischen der stationären Behandlung und den Ärzten. Im Haus entstand zudem im Obergeschoss eine psychiatrische Institutsambulanz. Anfang nächster Woche sollen schon die ersten Patienten kommen.

Die hell verklinkerte Tagesklinik mit zweigeschossigem Bau zur Straße und eingeschossigem Anbau im Hof schließe eine Baulücke und bringe städtebaulich eine Aufwertung, meinte Referatsleiter Volker Kylau. Daneben sei der Bau besonders nachhaltig. Mit Erdwärme und sechs Sonden bis in 99 Metern Tiefe sowie Solarzellen auf dem Dach unterschreite der Energiebedarf des Gebäudes die Vorgaben der Energieeinsparverordnung um über 20 Prozent. Kylau: „Es werden somit Ressourcen eingespart und gleichzeitig niedrigere Betriebskosten erreicht.“

Der Bau mit insgesamt 792 Quadratmetern Nutzfläche, für den Anfang November 2016 Richtfest gefeiert worden war, hat nach Angaben von Kylau rund 4,2 Millionen Euro gekostet, ist damit im Zeit- und Budgetrahmen geblieben. Das Geld stamme vollständig aus Eigenmitteln des Sächsischen Krankenhauses Altscherbitz, dem Kylau für sein großes Engagement dankte. Altscherbitz unterhält bereits einen Tagesklinik in Eilenburg, Markranstädt ist die zweite.

Von Jörg ter Vehn

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