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Markranstädt Mit Mum(m) in die Zukunft
Region Markranstädt Mit Mum(m) in die Zukunft
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16:56 10.09.2010
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Markranstädt

Sie erklären den Schülern der Mittelschule, wo sie welchen Beruf lernen können und welche Voraussetzungen sie dafür mitbringen müssen.

In Kooperation mit dem Technologiezentrum für Jugendliche, der Garage in Leipzig, werden derzeit zwei achte Hauptschulklassen intensiv auf die Messe vorbereitet. Sowohl für die Schule als auch für die Garage ein Pilotprojekt. „Die Mum ist die beste Möglichkeit für Schüler, sich über Firmen und Zukunftschancen zu informieren“, erklärt Konstanze Schellenberger von der Garage, die das Projekt leitet. Im vergangenen Jahr seien die Jugendlichen zwar bei der Messe gewesen, aber doch recht ziellos, wie sie sagt. Auch die Stadtverwaltung hatte das erkannt – und wollte Abhilfe schaffen. „Gerade die Messe ist der ideale Ort, um sich mit dem Thema Berufsorientierung, -findung und Lehrstellensuche zu beschäftigen“, sagt Beate Lehmann, die erste Beigeordnete der Stadt.

Bevor die Jugendlichen aber die Mum besuchen, stehen verschiedene Seminare auf ihrem Stundenplan. Von einem Kompetenztest, über Selbstmarketing bis hin zu möglichen Fragen, die die Schüler den Unternehmern stellen können. Das Projekt mit der Garage ist jedoch nur ein Baustein zur Berufsorientierung in der Mittelschule. „Unsere Aktivitäten dazu laufen das ganze Jahr über“, macht Schulleiterin Erika Ettelt deutlich. Es gebe regelmäßig Schnuppertage in Firmen, Betriebspraktika, Berufsorientierung bei der Anerkannten Schulgesellschaft Sachsen (ASG) und mehrwöchige Aufenthalte in Borsdorf, wo die ASG ein Berufsbildungszentrum betreibt.

Nicht nur die achten Klassen informieren sich während der Mum über hiesige Berufsangebote. „Auch die siebten und neunten Klassen müssen je nach Alter bestimmte Aufgaben erledigen, die hinterher bewertet werden“, sagt Ettelt. Unter anderem müssen die Jugendlichen das Motto der Messe „Handwerk – Die Perspektive hier. Innovativ. Vielfältig. Kreativ.“ an konkreten Firmenbeispielen erklären. Die Jüngeren sollen hingegen Unternehmen finden, die regionale Produkte anbieten. Und vielleicht findet der eine oder andere bereits bei der Messe einen Praktikumsplatz. „Es ist sehr wichtig, dass bei den Jugendlichen schon früh das Interesse an Berufen geweckt wird“, betont die Schulleiterin. Dann sei es nach Ende der Schule leichter, das zu finden, was einem auch Spaß mache.

Die Schüler, die am Projekt der Garage teilnehmen, müssen sich auch nach der Mum mit dem Thema befassen. Für sie stehen dann Bewerbertraining, Praktikumsbewerbungen und ein Assessmentcenter auf dem Programm, also ein Auswahlverfahren, bei dem die Kandidaten ermittelt werden, die am besten ins Unternehmen passen.

Julia Tonne

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