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Mit Nischen zum Erfolg

Mit Nischen zum Erfolg

Bau von Schaustellerfahrzeugen, Instandsetzung von Feldküchen und Herstellung von Fahrgestellen für Gasfahrzeuge: Klaus Frank, Geschäftsführer und Gründer von Frank Fahrzeugbau, blickt auf zahlreiche Geschäftsfelder zurück.

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Drei Generationen Frank: René Kolle (links) und André Teßmann arbeiten an einem Stahlgerüst für LKWs, während sich Andreas, Max und Klaus Frank (hinten von links) die Baupläne ansehen. Mit dem 20-jährigen Max ist inzwischen schon der Enkel im Unternehmen aktiv.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Denn die seit 20 Jahren in Frankenheim ansässige Firma feiert in diesen Tagen ihren 50. Geburtstag.

Eine Party für die Belegschaft gab es bereits, doch die richtige Jubiläumsfeier gibt es am 17./18. Mai mit einem Branchentreff auf dem Gelände in der Handelsstraße. "Das ist die kleine IAA des Ostens", sagt der Firmengründer. Mehr als 60 Aussteller aus dem europäischen Nutzfahrzeugbau haben ihre Teilnahme bereits zugesichert.

Mit 21 Jahren begann für Frank der steile Weg nach oben. 1964 übernahm er den großväterlichen Fahrzeugbau-Betrieb in Leipzig, drei Jahre später eine weitere Firma in Plagwitz, wo das Unternehmen bis 1990 seinen Hauptsitz hatte. Mehr als 1500 Spezial-Fahrzeuge wurden in diesen Jahren dort gebaut, unter anderem Schaustellerwagen, Containeranhänger und Fahrgestelle für Gasfahrzeuge.

Ab den 70er Jahren waren Frank und seine zehn Angestellten zudem für die Instandsetzung von Feldküchen der Nationalen Volksarmee zuständig. DDR-weit einzigartig war, dass Frank 1979 zum Vertragspartner für das sogenannte nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet, also den Westen, wurde und damit Importfahrzeuge reparieren durfte. Er hatte nicht nur unzählige Lehrgänge zu Bremssystemen und Achsen besucht, sondern hatte auch die westliche Prüftechnik vor Ort. "Viele Kontakte kamen damals schon über die Leipziger Messe zustande. Da habe ich mich viel informiert und mit Vertretern der Branche gesprochen", erinnert sich der 70-Jährige.

Dadurch war das Unternehmen nach der Wende 1989 "längst ein Begriff im Westen" und konnte expandieren. 1993 erfolgte der erste Spatenstich im Frankenheimer Gewerbegebiet, ein Jahr später zogen die mittlerweile 50 Angestellten mit dem Firmenchef und dessen Sohn Andreas, der heute ebenfalls Geschäftsführer ist, um. Dabei hatte Frank damals schwer damit zu tun, eine Bank zu finden, die das Investitionsvolumen von mehr als zehn Millionen D-Mark finanzieren wollte. "Es hat uns keiner zugetraut, das hier zu schaffen", erzählt Frank und deutet dabei auf das mehr als 22 000 Quadratmeter große Areal.

Heute beschäftigt das Unternehmen 87 Mitarbeiter in Frankenheim, mehr als 1000 Kunden hat die Firma mittlerweile. "Damit sind wir nicht so krisenanfällig", betont Frank. Frank Fahrzeugbau hat sich auf Nischenangebote spezialisiert. Das Unternehmen konzentriert sich auf den Aufbau von Lastkraftwagen. "Wir machen aus LKWs Werkzeuge, zum Beispiel Absetzkipper oder Kräne", erklärt Frank. Zudem bietet der Betrieb den kompletten Service für Gas-, Tank- und Silofahrzeuge an. "Wir haben uns Nischen gesucht, und das Konzept ist aufgegangen", sagt Frank stolz. Die Mitarbeiter kümmern sich auch um die Reparatur und Wartung von Deutz-Motoren, die in etlichen Baumaschinen verbaut sind.

Frank senior gibt zunehmend mehr Arbeit an seinen Sohn Andreas ab. Der 70-Jährige arbeitet nur noch halbe Tage - "also nur noch zwölf Stunden", sagt er und lacht. Und die dritte Generation steht mit Enkel Max schon längst in den Startlöchern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2014
Julia Tonne

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