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Markranstädt Mitgliederzahl stabil, aber uralter Hubsteiger wird zum Problem
Region Markranstädt Mitgliederzahl stabil, aber uralter Hubsteiger wird zum Problem
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07:00 07.11.2016
Ehre, wem Ehre gebührt: Stadt- und Ortswehrleitung sowie Kreisfeuerwehrverband und der stellvertretende Kreisbrandmeister ehren Förderer Matthias Hoger (M.). Quelle: Foto: A. Kempner
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Markranstädt

21 Beförderungen, zwei Dutzend Ehrungen für besondere Leistungen und außerordentliches Engagement, zehn wegen langjähriger Mitgliedschaft: Die Freiwillige Feuerwehr Markranstädt ist eine starke, stolze, aktive Truppe. Das belegte der diesjährige Feuerwehrball einmal mehr. Sorgen gibt es trotzdem.

Die Mitgliederzahlen sind es nicht, wie in anderen Wehren. Stadtwehrleiter Thomas Haetscher verkündete in seinem Bericht, dass sie mit 142 Aktiven in den sechs Ortswehren in diesem Jahr nur einer weniger seien als in 2015. So gut wie alle „Abgänge“ seien durch neue Mitglieder ausgeglichen worden, meist aus den Jugendfeuerwehren, deren Arbeit deshalb so wichtig sei, so Haetscher. Wie berichtet, ist in diesem Jahr sogar eine Kinderfeuerwehr als spielerische Vorstufe eröffnet worden. Diese stoße mit über 20 Kindern sogar an ihre Kapazitätsgrenze, sagte Haetscher nicht ohne Stolz.

Mit 134 Einsätzen hätten die Ortswehren der FF Markranstädt in diesem Jahr schon 33 mehr als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr zu absolvieren gehabt. Eine Person sei dabei geborgen, zehn seien gerettet worden. 983 Kameradinnen und Kameraden seien 1912 Stunden im Einsatz gewesen. Zusammen mit den Fortbildungen, Lehrgängen und der Ausbildung in den jeweiligen Ortswehren kämen alles in allem fast 12 000 Stunden zusammen, die von den Einsatzkräften unentgeltlich in ihrer Freizeit verbracht worden seien – das seien je aktivem Mitglied dreieinhalb Tage am Stück, rechnete er vor. „Dies verdient meine persönliche und unser aller Anerkennung und Würdigung", meinte Haetscher, bekam dafür viel Applaus.

Trotz angespannter finanzieller Situation sei in Technik und Ausstattung investieret worden, erinnerte Haetscher auch an den neuen Gerätewagen Logistik. Das nächste Großprojekt betreffe notgedrungen den 25 Jahre alten Hubsteiger. „Der ist in letzter Zeit mehr in der Werkstatt als im Einsatz“, so Haetscher. Bei den vielen Betriebsstunden sei der hohe Verschleiß aber zu erwarten gewesen. Bürgermeister Jens Spiske, der sich nach der anstrengenden Stadtratssitzung am Freitagmorgen krank meldete und von der Fachbereichsleiterin Ursula Wagner beim Ball vertreten ließ, hatte erst unlängst den Räten versichert, das Gerät sei nach der Reparatur wieder einsatzbereit. Haetscher verkündete, dass nun Fördermittel für eine Neuanschaffung beantragt werden müssten. Bekanntlich rückt die Stadt Lützen mit ihrem Hubsteiger bei einem Alarm nach Markranstädt aus. Deren Wehrleiter nahm samt Gattin am Ball teil, bekam anerkennend Beifall.

Feuerwehr sei aber mehr als nur Einsatz und Ausbildung, es sei auch gesellschaftliches Leben, sagte Haetscher und erinnerte etwa an das gute Abschneiden der Frauen bei den Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport. Im nächsten Jahr finde der Sachsencup dazu in Markranstädt statt. Vielleicht gelinge es ja noch, eine Männerschaft auf die Beine zu stellen, hoffte der Stadtwehrleiter.

Anerkennung fanden auch die „Förderer der Feuerwehr.“ Mit dieser Plakette wurden geehrt der Heizungs- und Sanitärbetrieb von Mike Schärschmidt aus Großlehna, der Fahrzeugbau Frank aus Frankenheim sowie die LAV Markranstädt mit Matthias Hoger an der Spitze.

Von Jörg ter Vehn

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