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Markranstädt Mitteltrakt des Markranstädter Schulkomplexes soll bis 6. März umgestaltet sein
Region Markranstädt Mitteltrakt des Markranstädter Schulkomplexes soll bis 6. März umgestaltet sein
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20:25 22.02.2010
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Markranstädt

Jürgen Melzer, Schulleiter des Gymnasiums Schkeuditz, kritisiert, dass er in die Planung nicht einbezogen wurde.

„Wir wurden überfahren, denn unsere Gedanken zur Verwaltungseinheit sind nicht berücksichtigt worden“, meint Melzer, der sowohl das Gymnasium mit dem Haus in Schkeuditz als auch die Einrichtung in Markranstädt leitet. Im Verbindungstrakt werden zurzeit vier Klassenzimmer der Mittelschule zu jeweils zwei Lehrerzimmern und zwei Räumen für die Schulleitung umgebaut. Melzer bemängelt unter anderem, dass ein Gang zwischen seinem und dem Raum des knapp 60 Quadratmeter großen Sekretariats nicht möglich ist. „Damit bin ich abgeschnitten“, beschreibt er. Mitte Dezember habe es eine erste Zusammenkunft gegeben, bei der das Projekt Schulumbau vorgestellt worden ist, die Stadtratsbeschlüsse sind bereits im November getroffen worden. „Die Bauunterlagen habe ich bis heute noch nicht gesehen“, beklagt Melzer, der deswegen die letzte Stadtratssitzung besucht hatte. Ihn beschäftigt auch die Ausstattung der Räume. „Die Verwaltung hat ein anderes Verständnis von Schule“, sagt Melzer zum gemeinsamen Sekretariat. „Einen Service-Bereich wie im Rathaus brauchen wir nicht, da wir nur wenige Besucher haben.“ Dagegen erklärt die Erste Beigeordnete Beate Lehmann: „Das Sekretariat kann die Abstimmung zum Beispiel über die Nutzung der Aula, der Mensa und des Kommunikationszentrums effektiver managen.“ Es sei im Workshop „begrüßt und teilweise regelrecht gefordert“ worden. Zudem solle das Miteinander von Mittelschule und Gymnasium erleichtert werden. „Wenn wir unsere Vorstellungen einbringen hätten können, wäre der Standort deutlicher gestärkt worden“, urteilt Melzer, der sich für den zeitlichen Ablauf interessiert – auch um die Lehrer informieren zu können. „2009 fanden mehrere Workshops mit Stadträten, den Schulleitungen, Lehrern und Schülervertretungen statt“, so Lehmann. Aufbauend auf einer Stärken- und Schwächenanalyse wurden Wünsche herausgearbeitet und mehrere Varianten berücksichtigt.“ Die Maßnahmen erstrecken sich bis in 2011, sagt Lehmann. Nach dem Informationstag wird im Flügel des jetzigen Sekretariates der Mittelschule gearbeitet. Der Hausmeister zieht in den Keller des ehemaligen Küchenbereiches, und das aktuelle Lehrerzimmer wird zum Klassenzimmer umgestaltet. „Da 2009 im Untergeschoss drei Räume geschaffen wurden und es Alternativen für das Ganztagsangebot gibt, ist der Unterricht gut abgesichert“, findet sie. Im geplanten Anbau entstehen in den drei oberen Etagen jeweils vier Klassenzimmer. Im Erdgeschoss wird ein Mehrzweckraum als Ersatz für das zunächst vorgesehene, aber aus Kostengründen nicht realisierte Volkshaus entstehen. Insgesamt erhält das Gymnasium 14 zusätzliche Räume, berichtet Melzer. Für die Baumaßnahme stehen 2009 und 2010 insgesamt rund zwei Millionen Euro planmäßig zur Verfügung. Davon fließen zirka 500 000 Euro in die Altbausanierung. Zudem wird das Kommunikationszentrum mit Mensa aus Mitteln des Konjunkturpaketes ergänzt, die Gesamtinvestition kostet Lehmann zufolge knapp 400 000 Euro. „Damit der Ablauf störungsfrei erfolgt, werden für die Anmeldungen am 6. März voraussichtlich die bisherigen Sekretariate genutzt“, kündigt die Beigeordnete an. Dann kann sich jeder ein Bild machen. Die Baupläne und ein erster Entwurf der Schulhofgestaltung werden ausliegen.

Kendra Reinhardt

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