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Markranstädt Moritz Kahle bewegt Markranstädt - 140 rennen bei Spendenlauf mit
Region Markranstädt Moritz Kahle bewegt Markranstädt - 140 rennen bei Spendenlauf mit
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02:21 27.05.2013

Es wurde ein kleines Volksfest.

Robin, ebenfalls neun Jahre alt wie sein Freund Moritz, weiß, warum er laufen will. "Es ist doch für den guten Zweck", sagt er. Und für Maximilian ist es Ehrensache, für seinen Mannschaftskameraden zu rennen. "Moritz spielt dich bei uns in der Abwehr, wie ich", sagt er.

Auf dem Sportplatz von Blau-Weiß Großlehna versammelten sich am Sonnabendmorgen denn auch gut 140 Läufer, die für Moritz an den Start gingen. Sie hatten sich um Sponsoren bemüht, die pro Runde eine gewisse Summe spenden wollten. Wie berichtet, soll dafür Spielzeug gekauft werden, das auf der Kinderstation fehlt.

Pascal begrüßt die Läufer. Schuldirektorin Ute Jacob hält seinen Redezettel, bis Jannis den Startschuss gibt. "Die beiden sind Moritz's beste Freunde, wollten unbedingt selber den Start freigeben", erzählt Jacob gerührt. Dann schießen die Kids los, rennen wie die Teufel.

Runde um Runde drehen die Kinder, auch einige Eltern sind dabei. Die D-Mädchen der Handball-Piranhas laufen genauso mit wie die "Aktive Jugend Markranstädt". Fabian Unverricht, Alexander Rosinski, Oliver Jäger und Jan Blockus verstehen sich als Initiativgruppe für ein Jugendparlament in der Stadt. "Wir wollen Präsenz zeigen, und es ist ja auch für den guten Zweck", erzählen sie. 50 Euro hat eine Bauschlosserei ihnen für Moritz mit auf den Lauf gegeben, "wir wollen jeder zehn Runden dafür laufen", so ihr Ziel.

Auf mindestens 16 brachte es Robin, Janik wollte 15 schaffen. Auf der Laufbahn war auch Rainer Hickethier, mit 76 Jahren ältester Teilnehmer. Zwei Kilometer wolle er für Moritz rennen, so der Senior. Die meisten Sponsoren hätten ihren Läufern einen Festbetrag als Spende mitgegeben, eine Art Startgeld, erzählt Jakob. Da sei es letztlich egal, wieviel Runden sie laufen. "Das Allerwichtigste ist auch, dass alle in Gedanken bei Moritz sind", meint sie.

Der, so weiß sie, lasse sich von seinen Eltern genau berichten, was gerade in Großlehna geschehe. Die Eltern wiederum erzählten den Lehrern, wie es gerade um Moritz steht. Und von den Lehrern würden sie erfahren, wie es Moritz geht, sagt Mitschüler Nick.

Neben dem Lauf hatten die Grundschul-Eltern noch einen Kuchenbasar und einen Flohmarkt organisiert. Alles zusammen habe 2235 Euro eingebracht, so Jakob.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2013

Jörg ter Vehn

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