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Markranstädt Mum bringt Firmen, Kunden und künftige Azubis zusammen
Region Markranstädt Mum bringt Firmen, Kunden und künftige Azubis zusammen
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22:00 23.09.2016
Kultige Möbel aus Palettenholz: Burkhard Schmidt (l.) und Radab Ali Gholem Abas bauen einen Markranstädter Sektständer am Stand der Firma HVP. Quelle: Foto: André Kempner
Markranstädt

Schnuppern, reden, lernen, probieren, einkaufen: Die achte Markranstädter Unternehmermesse (Mum) am Freitag in der Stadthalle brachte wieder Schüler und Firmen, aber auch Käufer und Verkäufer zusammen.

Mario Lisiewicz vom Markranstädter Unternehmerverein und Chef vom Radhaus Markranstädt war anfangs eher unzufrieden über den Zuspruch. Im Vorjahr seien mehr Besucher am Vormittag da gewesen, meinte er. Allerdings seien da auch alle auf einmal gekommen, versuchte er eine Erklärung.

Tatsächlich kamen diesmal die Schüler nach und nach, um sich an den Ständen nach Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Direktorin Gabriele Reißmann hatte ihre Schützlinge der Oberschule mit einem Fragebogen zu Firmen, Ausbildungsangeboten und Bedingungen losgeschickt. Eingebettet sei die Mum in eine Woche der Berufsorientierung für die Neuntklässler, erläuterte sie. Training rund um die Bewerbung und das Erstellen der Unterlagen habe es gegeben, 30 Unternehmen vom Pflegedienst bis zum Fahrzeugbau und von der Polizei bis zum Friseur hätten sich in der Schule kurz vorgestellt. „Sie waren hinterher alle zufrieden. Ein herzliches Dankeschön an die Firmen“, sagte sie.

Einige traf sie auf der Messe gleich wieder. Wie Mike Schärschmidt, Mum-Urgestein, Stadtrat und Handwerksmeister mit Herz, Muckis und Seele. „Ich habe in der Oberschule gleich zwei Praktikanten gefunden, ihnen noch am Donnerstag die Firma gezeigt, ein paar Baustellen und den Großhandel“, erzählte er gut gelaunt. Einer stamme aus Markranstädt, der andere aus Großlehna. Azubis von Schärschmidt haben schon erfolgreich an den Handwerkerweltmeisterschaften teilgenommen.

Beim Maschinenbauer Dr. Oette hämmerten sich Interessenten eine Handyhalterung. Es galt, an einem Schraubstock ein Edelstahlblech dafür abzukanten. „Viele Stadtkinder wissen leider nicht mal, wie sie einen Schraubstock bedienen müssen“, seufzte Chefin Sabine Oette. Das sei im Erzgebirge, an ihrem Werk in Ehrenfriedersdorf, besser. Da kämen die Jugendlichen schon früher selbst ans Basteln. Sie habe aber keine Not, suche nicht dringend Auszubildende, wolle eher Präsenz zeigen.

DRK, AOK, das Backhaus Hennig, Dufthersteller Bell Flavors, Polizei, Bundeswehr, Pflegedienste, Malerbetriebe, Fahrzeugbauer – das Spektrum an Angeboten war beachtlich. Für Pauline und Marit (beide 14) schien trotzdem nichts dabei zu sein. Was mit Kindern, Sprachen oder Reise sollte es sein, meinten sie – sie standen aber noch am Beginn der Suche.

Mehr als 50 Stände boten Jobs und Produkte feil. Umringt war Mahmoud Maslem mit seinem Palettenbetrieb HVP. Bei ihm konnte man sich selber kultige Möbel und Teile aus Holz anfertigen. Er beschäftige inzwischen knapp drei Dutzend Mitarbeiter, sagte er.

Von Jörg ter Vehn

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