Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Mutmaßungen zu Hackerangriff: Stadt Markranstädt lässt Facebook-Seite sperren
Region Markranstädt Mutmaßungen zu Hackerangriff: Stadt Markranstädt lässt Facebook-Seite sperren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:56 20.01.2012
Die Seite "Stadt Markranstädt" gibt es nicht mehr bei Facebook. Quelle: dpa
Markranstädt

Das bestätigte Pressesprecherin Heike Helbig am Freitag auf Anfrage von LVZ-Online. Demnach ging die Seite gegen 17.15 Uhr vom Netz.

„Dort wurde der Anschein erweckt, es handele sich um eine offizielle Präsenz der Stadt", begründete Helbig die Maßnahme. Für Außenstehende sei nicht ersichtlich gewesen, wer die Seite initiiert habe und pflegt. „Wir kennen den Ersteller der Seite nicht. Über ihn ließ sich auch nichts herausfinden", so die Sprecherin. Im Rahmen von Recherchen für eine eigene Facebook-Präsenz der Kommune sei man eher zufällig darauf gestoßen.

Fest steht laut Heike Helbig lediglich, dass „Stadt Markranstädt" im Februar 2011 im sozialen Netzwerk Nummer eins an den Start ging und zum Zeitpunkt seiner Abschaltung 34 Freunde hatte. „Im Grunde war es dort scheinbar auch immer recht ruhig. Aufregung gab es erst mit dem Bekanntwerden des so genannten Hackerangriffs auf das Datennetz der Stadtverwaltung", sagte die Sprecherin.

Ein Mitarbeiter der Kommunalen Datennetze GmbH (KDN) hatte nach bisherigem Ermittlungsstand 49 Mal unerlaubt von außen auf das Computernetzwerk der Stadtverwaltung zugegrriffen. Betroffen war unter anderem der E-Mail-Verkehr von Bürgermeisterin Carina Radon (CDU). Der mittlerweile von der KDN suspendierte tatverdächtige Matthias V. gab bis dato allerdings lediglich einen der externen Zugriffe zu.

„Mitte Januar tauchten Beiträge auf der Facebook-Seite auf, die Mutmaßungen rund um den Sachverhalt anstellten", so Heike Helbig. So wurde unter anderem die Tatsache thematisiert, dass Matthias V. den Freien Wählern Markranstädt angehört, die seit einiger Zeit Front gegen Carina Radon machen. „Es wurde eine Verbindung zwischen den Freien Wählern und dem Hackerangriff hergestellt, und das auf einer Seite, die den Anschein einer offiziellen Präsenz der Stadt erweckt", sagte die Pressesprecherin weiter. Das sei nicht hinnehmbar gewesen. „Wir sind als Kommune lediglich an einer raschen Aufklärung des Falls und vor allem an der Sicherheit unserer Daten interessiert. Wir beteiligen uns an keinerlei Mutmaßungen." Daher habe man unter Verweis auf fehlende Inhaberrechte die Löschung der Seite veranlasst.

Das soll aber nicht das Ende von Markranstädt im Social Web sein. „Wir planen derzeit eine eigene Facebook-Seite", so Helbig. Allerdings stehe man in Sachen Onlinekommunikation noch ganz am Anfang.

ahr

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für viele war es der erste Blick ins Kommunikations- und Kreativzentrum (Kuk): Der Neujahrsempfang von Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) bot am Samstag für viele Bürger auch die erste Gelegenheit, das Kuk und den Anbau am Schulkomplex in der Parkstraße zu besichtigen.

16.01.2012

Jürgen Mallaun ist in Sorge und traurig. Der Sessel im Wohnzimmer des Kitzeners ist verwaist. Dort lag jahrelang regelmäßig sein Kater Tiger. Vor einigen Wochen ist er plötzlich von einem Streifzug nicht mehr aufgetaucht.

30.11.2011

Diese Bilder mussten einfach nach Zwenkau kommen: Die Leipzigerin Constanze Zorn zeigt derzeit in der Lehmhausgalerie Gemälde, die sich mit Vergänglichkeit und (Um-)Brüchen beschäftigen.

01.11.2011