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Markranstädt Nachwuchs fördern: Markranstädt will Kinderfeuerwehr aufbauen
Region Markranstädt Nachwuchs fördern: Markranstädt will Kinderfeuerwehr aufbauen
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22:00 09.02.2016
Spielerisch Interesse wecken: Wie bei der Kinderfeuerwehr Wachau, hier 2012, soll jetzt auch in Markranstädt die Nachwuchsarbeit weiter verbessert werden. Quelle: Foto: André Kempner
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Markranstädt

Feuer löschen soll sie nicht, aber spielerisch helfen, langfristig den Mangel an Feuerwehrleuten zu bekämpfen: Voraussichtlich im zweiten Halbjahr soll in Markranstädt eine Kinderfeuerwehr eröffnen.

Mit der Änderung der Feuerwehrsatzung vorige Woche machte der Stadtrat einstimmig den Weg frei für die dann mit Sicherheit jüngste Abteilung der Feuerwehr. Denn ab dem vollendeten fünften Lebensjahr können kleine Markranstädter künftig der Kinderfeuerwehr beitreten.

Spielerisch und sportlich würden die Kleinen mit dem Thema Brandschutz bekannt gemacht, erklärt Stadtwehrleiter Thomas Haetscher. Eine erste Brandschutz-Ausbildung, wie sie die Mitglieder der Jugendwehr absolvieren, erhielten die ganz Kleinen aber natürlich noch nicht. Das beginne dann erst langsam mit dem Übergang in die Jugendabteilung ab dem Ende des achten Lebensjahres.

Rund 30 bis 40 Kinder und Jugendliche zählten aktuell die beiden Jugendwehren in Markranstädt und Döhlen. Aus diesen wechselten jedes Jahr einige in die aktiven Abteilungen der Wehren, so Haetscher. Ab dem 16. Lebensjahr sei dies möglich. Dort erhielten sie dann die reguläre Feuerwehr-Ausbildung. Die Zahl der Wechsel sei zwar schon ganz gut, „aber zufrieden sein kann man damit natürlich nie“, sagt der Stadtwehrleiter und hält den Zugängen die hohen Abgänge wegen Ausbildung oder Wohnortwechsel dagegen.

Um die Nachwuchsarbeit weiter zu stärken, hätten die Jugendwarte und die Wehrleitung nun den Wunsch an die Stadt herangetragen, eine Kinderfeuerwehr zu gründen, erzählt Hatscher. Problem: Aus versicherungstechnischen Gründen konnten Kinder bislang erst ab acht Jahren in die Jugendwehren. Da würden sich viele schon in Sportvereinen und ähnlichem ausprobieren, hätten sich dort schon integriert, stünden also nicht mehr zur Verfügung, weiß auch die Stadt in ihren Erläuterungen zur Satzung.

Seit April 2015 sei der gesetzliche Versicherungsschutz nun um den Personenkreis erweitert worden, der an satzungsgemäßen Veranstaltungen die der Nachwuchsarbeit dienen, teilnehmen, heißt es. Damit bestehe für Kinderfeuerwehren nunmehr Versicherungsschutz.

„Wir haben sogar schon jemanden gefunden, der die Aufgabe gerne wahrnehmen will“, freut sich Haetscher. Die Feuerwehrfrau aus Döhlen sei zwar Grundschullehrerin, müsse aber noch eine Ausbildung zur Jugendleiterin ablegen. Das werde jetzt im Frühjahr geschehen. Im zweiten Halbjahr könne die Kinderfeuerwehr dann starten.

Zunächst einmal sei geplant, für den Start eine gemeinsame Gruppe in Markranstädt und seinen Ortsteilen aufzumachen. Wie es danach weitergehe, werde sich zeigen. „Das kommt letztlich auf die Zahl der Kinder an, die mitmachen wollen“, so Haetscher.

Von Jörg ter Vehn

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