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Markranstädt Nachwuchskicker mit Lizenz zum Trainieren
Region Markranstädt Nachwuchskicker mit Lizenz zum Trainieren
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07:00 05.08.2017
Spaß am runden Leder hatten die 17 Schüler beim DFB-Junior-Coaching. Gestern gab es im Schulzentrum Markranstädt die Zertifikate. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Während Sachsens Nachwuchs noch unbeschwerte Ferienfreuden genoss, drückten 17 fußballgegeisterte Schülerinnen und Schüler aus Markranstädt, Leipzig und Umgebung ganz freiwillig die Schulbank. Sie wurden zu Junior-Coaches des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgebildet und bekamen gestern ihre Zertifikate.

Sie alle haben jetzt nach bestandenen Tests in Theorie und Praxis die Lizenz zum Trainieren. „Es war schon schwer, die Jugendlichen zu motivieren, in den Ferien in die Schule zu kommen“, gab Jeanette Rädler-Wagenbreth von der Oberschule in Markranstädt zu. Sie war für die Koordination mit den Verantwortlichen des Sächsischen Fußballverbands zuständig. Dennoch standen die wissbegierigen Nachwuchstrainer pünktlich auf der Matte, um sich in 40 kurzweiligen Stunden von Lehrgangsleiter Yannic Drechsler ausbilden zu lassen. „Mein Sohn Max, Spieler und Trainer bei der SG Räpitz, hat die Ausbildung selbst schon mitgemacht und war ganz begeistert“, erinnert sich die Sportlehrerin, die das Projekt gerne unterstützte.

Max ging mit der anschließenden Schulung zum C-Trainer den klassischen Weg, den sich die DFB-Vertreter für alle Absolventen wünschen würden. Marcus Danz, Vorsitzender des Qualifizierungsausschusses des Sächsischen Fußballverbandes, hat seine Prüflinge beobachtet: „Es ist interessant, die Entwicklung zu verfolgen. Anfangs überwog das Spielergen, am Ende ist bei allen sehr viel hängengeblieben.“ Fußball boome, führte er weiter aus. Die Vereine bräuchten für den Zustrom an Kindern ständig gute Trainer.

Doch nicht alle der Kursteilnehmer sind in Fußballvereinen. So mancher kommt aus ganz anderen Sportarten und engagiert sich später an seiner Schule, in Kursen oder Ganztagsangeboten. „Uns geht es nicht nur um die Vermittlung von Fußball-Wissen. Wir wollen auch die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft unterstützen“, betonte Sabine Schanzmann-Wey vom Projektpartner Commerzbank, die interessiert den Wechsel der Perspektive vom Schüler zum Coach beobachtete. Man unterstütze und berate die Jugendlichen auch später noch ganz individuell bei ihrem Einstieg ins Berufsleben, kündigte sie an.

Mit Antonia Krischok und Vivien Tympel erhielten auch zwei fußballverrückte 15-jährige junge Damen ihre Urkunde. Antonia aus Großlehna hatte am praxisnahen Ausbildungsteil mit den Kindern des SSV Markranstädt den meisten Spaß und könnte sich gut vorstellen, sich in das Metier zu begeben. Vivien steht in jungen Jahren schon ganz im Bann des runden Leders. Als Spielerin beim Frauenfußball-Club FC Phoenix Leipzig und als Trainerin beim SSV Markranstädt geht sie konsequent ihren Weg.

Von Gislinde Redepenning

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