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Neue Blitzer sollen Raser stoppen

Neue Blitzer sollen Raser stoppen

Zwei Blitzer lässt der Kreis bis Ende Februar/Anfang März an der Bundesstraße 186 (Zwenkauer Straße) errichten. Die Lage in der Stadt - beidseitig rund 200 Meter vom Ortsausgangsschild entfernt - stößt nicht überall auf ungeteilte Freude.

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Die Befestigung ist im Boden, Ende Februar/Anfang März sollen die Blitzer an der Zwenkauer Straße rund 200 Meter hinter dem Ortseingangsschild in Betrieb gehen. Nach Probemessungen könnten mit den beiden stationären Anlagen rund 10 000 Verstöße jährlich geahndet werden.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Die Stadtverwaltung begrüßt in einer Stellungnahme, dass nun die Einhaltung der Geschwindigkeit überwacht werde. "Wir hätten uns jedoch einen Standort mit mehr erzieherischer Wirkung mit Blick auf die Lärmreduzierung gewünscht", ließ Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) über seine Sprecherin Heike Helbig verkünden.

Burkhardt Schmidt von der AG Verkehrslärm wird da deutlicher. "Ein bisschen unglücklich" sei der Standort, findet er. Etwas näher am Stadtzentrum wäre besser gewesen, erklärte er. Schmidt erhofft sich von den Kontrollen auch eine Lärmreduzierung für die vom Verkehr erdrückte Stadt.

Tatsächlich sei ursprünglich ein Standort näher am Kreuzungsbereich von B 186/B 87 etwa in Höhe der Krakauer Straße geplant gewesen, teilte Kreissprecherin Brigitte Laux gestern mit. "Bei den Probemessungen stellte sich aber heraus, dass dieser Standort aus technischen Gründen nicht realisierbar war", erklärte sie. Unter anderem sei die Fahrbahn nicht geeignet, um die Sensoren einzubringen, auch fehle die öffentliche Fläche zur Errichtung des Gerätes.

Der Lärm spielt in der Begründung des Kreises für die Anlagen auch überhaupt keine Rolle. Da geht es einzig um häufige Unfälle auf den beiden Bundesstraßen. So weise die B 186 in Markranstädt zum einen eine hohe Verkehrsbelastung von zirka 3,4 Millionen Durchfahrten jährlich auf. "Zum anderen wurden 2012 zwei Unfälle mit Personenschaden aufgrund zu hoher Geschwindigkeit registriert", argumentiert Laux. Auch die Kreuzung mit der B 87 sei eine Unfallhäufungsstelle (2012: acht Unfälle bei denen zwei Personen verletzt wurden). Geschwindigkeitsmessanlagen hätten sich da als vorbeugende Maßnahme bewährt.

Die Jenoptik Robot GmbH errichtet die Anlagen. Der Landkreis stelle die Stromanschlüsse bereit und sorge für die erforderlichen Genehmigungen, so Laux. Dafür entstünden rund 30 000 Euro Kosten. Der Dienstleister übermittele dann die Aufnahmen über ein verschlüsseltes System an den Landkreis und erhalte im Gegenzug für jedes verwertbare Bild zirka fünf Euro zuzüglich Umsatzsteuer.

Kein schlechtes Geschäft für Firma und Kreis: "Die Auswertung der Probemessungen ergab, dass mit etwa 10 000 Geschwindigkeitsverstößen im Jahr zu rechnen ist", erklärt Laux.

Schmidt schlägt nun vor, die Messanlage mit einer Tempo-30-Beschilderung zu verknüpfen. "Dann ergibt die Maßnahme insgesamt einen Sinn und bildet eine logische Einheit." Wie berichtet, lehnt aber das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Sachsen diese Beschilderung ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.01.2014
Jörg ter Vehn

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